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Gymnasium Augustinianum: Schüler helfen Menschen mit Behinderungen im alltäglichen Leben

„Erfahrung, die hilft“

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„Das ist ein Gänsehautprojekt“, sagt Julia Al-Sibai (Lehrerin) kurz vor der Informationsveranstaltung „Lebenshelfer“ des Gymnasiums Augustinianum am Donnerstag.

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Lehrerinnen Julia Al-Sibai und Susanne Willer, Referendarin Annika Brockmann, Nicole Menke (Lebenshilfe) und einige der Lebenshelfer klären Interessierte auf – anderen zu helfen macht Spaß. Foto: Sina-Marie Hofmann

Bänke und Stepper werden zurecht gerückt und alle interessierten Schüler nehmen Platz. Nicole Menke, die im familienunterstützenden Dienst und dem bürgerschaftlichen Engagement der Lebenshilfe im Kreis Steinfurt arbeitet, klärt die Schüler über den Sinn der Lebenshilfe und das Inklusionskonzept auf.

Al-Sibai und Susanne Willer (Lehrerin) erklären den Schülern ihr Lebenshelfer- Projekt, das ganz durch Zufall im letzten Jahr entstanden ist: Individuell nach den Bedürfnissen der Schüler kann entschieden werden, wie man Menschen mit Behinderung helfen möchte – ob bei einem Fußballspiel, einer Ausflugsbegleitung, einem Spaziergang oder der Unterstützung anderer Aktionen und Veranstaltungen – jeder kann helfen. Und jeder wird unterstützt. Nicht nur von den Lehrerinnen, sondern auch von der Lebenshilfe. Den Schülern wird sogar eine Aufwandsentschädigung von 8 Euro pro Stunde gezahlt. Davor durchlaufen die Schüler in Kooperation mit der Lebenshilfe eine Schulung. Dort wird über Krankheits- und Behinderungsbilder, Hygienische Standards, Inklusion und viele weitere Themen aufgeklärt.

Für Bewerbungen hat man dann zahlreiche Zertifikate und Nachweise über das ehrenamtliche Engagement. Eine Anrechnung der Projektarbeit in der Abiturnote solle ebenso möglich sein.

Zu Wort kommen ebenfalls die aktiven Lebenshelfer im Familienunterstützenden Dienst und im Freizeitbereich: Moritz König, Celine Schwarte, Sandra Lelek und Sinthuya Pushpaharan. Ihnen ist wichtig Erfahrungen zu sammeln, zu helfen und „sich zu engagieren“, wie König sagt. Al-Sibai findet, es sei „Erfahrung, die hilft.“

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