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Airportpark läuft voll

FMO bekommt Flughafenhotel

Greven

Der Airportpark am FMO läuft voll: Unter anderem sind die Verträge für das lang ersehnte Flughafenhotel offenbar unterschriftsreif. Der Kauf von zwei weiteren Hofstellen ist angedacht.

Peter Beckmann

Am Flughafen Münster/Osnabrück soll „zum Beginn des Sommerflugbetriebs 2018“ ein Flughafen-Hotel eröffnet werden. Foto: Gunnar A. Pier (Symbolbild)

„Was lange währt wird endlich gut.“ Glaubt man diesem Sprichwort, muss es ein richtiger Knaller werden. Denn: Über Jahre, ja fast Jahrzehnte wurde über ein Hotel am Flughafen diskutiert und spekuliert. Jetzt soll das Flughafen-Hotel tatsächlich Realität werden. „Zum Beginn des Sommerflugbetriebs 2018 soll es eröffnet werden“, sagte Udo Schröer, Geschäftsführer der Airportpark GmbH, auf Anfrage unserer Zeitung.

Demnach stehe die Unterzeichnung eines Grundstücksvorvertrages kurz bevor und ein positiver Bauvorbescheid liege bereits vor, sagte Schröer. Den Namen des künftigen Betreibers möchte er allerdings noch nicht verraten.

Der Vermarktungsstand der ersten Ausbaustufe des Airportparks. Mittlerweile sind kaum noch frei Grundstücke zu bekommen. Auskünfte zu Verhandlungen mit potenziellen Ansiedlern wollte Schröer aber nicht geben. „Erst, wenn unterschrieben ist.“ Foto: APP

„So gut wie keine freien Grundstücke mehr“

Schröer, der, wie seine Vorgänger, lange Probleme mit der Vermarktung der Grundstücke im Airportpark hatte, hat jetzt ein ganz anderes Problem. „Ich habe so gut wie keine freien Grundstücke mehr“, sagte er. Deshalb führe er seit fast zwei Jahren mit den Eigentümern von zwei landwirtschaftlichen Betrieben Kaufverhandlungen. „Die Eigentümer wollen beide heraus aus diesem Gebiet.“

Zufälligerweise sind das die beiden Betriebe, die der Ansiedlung des Hermes-Logistik-Centers (unsere Zeitung berichtete) im Wege stehen könnten. Denn: Der 24-Stunden-Betrieb des Logistik-Centers verursacht natürlich Lärm. Betroffen wären davon die Ferienhaussiedlung am Franz-Felix-See und eben diese zwei landwirtschaftlichen Betriebe in der Hüttruper Heide.

Hermes

Hermes ist eine 100-prozentige Tochter des Otto-Versands, die Immobilienentwicklungsgesellschaft ECE gehört der Familie Otto. Hermes will in sein neues Logistikcenter im Airportpark 40 Millionen Euro investieren. 100 000 Pakete sollen am Tag bearbeitet werden. Insgesamt werden 134 Arbeitsplätze geschaffen, 15 davon im kaufmännischen Bereich. Das Logistik-Centrum soll im Jahr 2019 in Betrieb gehen.

Problem Lärmschutz

„Während der Nachtzeit treten an den Wohngebäuden (. . . .), sowie an den Gebäuden der Ferienhaussiedlung Franz-Felix-See Überschreitungen der Immissionsrichtwerte auf“, heißt es in einem Schreiben des beauftragten Planungsbüros an Schröer, das unserer Zeitung vorliegt. Durch die Errichtung eines Lärmschutzbauwerkes entlang der kompletten Südseite des Logistik-Centers mit einer Höhe von 5,50 Metern könnten die Immissionswerte an der Ferienhaussiedlung eingehalten werden.

Bei den beiden Hofstellen könne zwar die Immissionswerte durch Lärmschutzmaßnahmen knapp eingehalten werden. „Aber für weitere Ansiedlungen könne der Lärmschutz dann zu einem unlösbaren Problem werden. Die die Immobilienentwicklungsgesellschaft ECE schlägt Schröer daher den Erwerb der beiden Hof­stellen vor, „um eine rechtssichere Planung und Realisierung des Projektes umzusetzen.“

Die FMO-Story

Hintergründe, Fakten, Wissenswertes: Wir fassen zusammen und ordnen ein: Was Sie über den Flughafen Münster/Osnabrück wissen müssen, erfahren Sie jetzt in unserer WN Story zum Thema FMO.

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