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Acht Mallorca-Flieger vom FMO

FMO-Sprecher Andres Heinemann: „Nicht alle gehen zum Deutschen Eck“

Greven

Bierselige Kuschelei in Las Palmeras. Die Bilder vom Wochenende aus Mallorca erweckten den Eindruck, dass mancher Tourist bei Corona wieder nur an die Biermarke denkt. Aber nicht alle wollen in Mallorca feiern, meint FMO-Sprecher Andres Heinemann. Acht Flieger starten derzeit wieder am Greven.

Günter Benning

Bierstraße in el Arenal in Palma de Mallorca auf Foto: Clara Margais/dpa

Las Palmeras, Mallorca: die Bilder vom Deutschen Eck dort machten am Wochenende die Medienrunde. Gefeiert wird wie früher. Ohne Schutz und doppelten Abstand. Aber was heißt das für den Tourismus?

Andres Heinemann, Pressesprecher des Flughafens Münsters-Osnabrück, relativiert den ersten Alarm: „Es gibt viele Touristen, die nach Mallorca fliegen und nicht am Deutschen Eck Bier trinken.“ Überdies: Ähnliches gebe es in Köln und Düsseldorf auch.

Für den FMO ist es nicht unwichtig, wie sich das Mallorca-Geschäft erholt. Derzeit gehen acht Flieger wöchentlich von Greven nach Malle. Es fliegen Lauda-Airlines und Eurowings. Und die Maschinen, so Heinemann, seien zwar nicht ausgebucht, aber zufriedenstellend belegt.

Alle paar Minuten wird die Innenraumluft ausgetauscht

„Für uns ist es wichtig zu hören“, sagt er, „dass es auf den Belaren so gut wie keine Coronafälle mehr gibt.“ Und die Inselregierung unterbinde alles, was den Gesundungsprozess unterlaufen könne. Daher seien auch die Party-Geschäfte vom Wochenende komplett unterbunden worden. Heinemann: „Wo Leute nicht bereit sind, die Regelungen einzuhalten, da muss man eingreifen.“

Wichtig ist ihm aber auch der positive Zuspruch. „Wir hören im Moment von vielen Passagieren, dass sie froh sind, wieder reisen zu können. Die halten sich auch Beschränkungen.“ Im FMO, der zu anderen Zeiten wegen der geringen Besucherfrequenz schon mal gehänselt wurde, ist man derzeit gut in der Lage, die Passagiere mit ausreichend Abstand durchzuschleusen.

Was das Fliegen angeht, betont der Pressesprecher, sei es sehr sicher: „Es gibt bisher keinen bestätigten Fall einer Corona-Ansteckung im Flugzeug.“

Die Belüftung in den Fliegern tausche alle zwei, drei Minuten die Innenraumluft komplett aus: „Was oben reingepustet wird, wird im Fußbereich wieder abgesaugt.“

Auf allen Flügen Maskenpflicht

Das werde zu anderen Zeiten schon mal als unangenehmer Zug wahrgenommen. Jetzt verhindert es, dass Aerosole lange in der Luft stehen könnten.

Zudem gebe es während aller Flüge eine Maskenpflicht. Und die Luft wird außerdem durch einen HEPA-Filter geleitet. HEPA-Filter müssen mindestens 99,9 Prozent aller Staubpartikel, die größer als 0,1 bis 0,3 Mikrometer sind, aus der Luft filtern. Darunter fallen lungengängige Stäube, Milbeneier und -ausscheidungen, Pollen, Rauchpartikel, Asbest, Bakterien, diverse toxische Stäube und Aerosole.

Andres Heinemann: „Das sind die Filter, die in den Lüftungsanlagen der Fleischindustrie gefehlt haben.“

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