Umnutzung der Marienkirche: Planungen werden beraten

Für ein soziales Miteinander

Greven

Das Kirchengebäude St. Mariä-Himmelfahrt wird als Wohngebäude umgebaut. Hinzu kommen drei neue Gebäude entlang der Grabenstraße.

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Das Modell des Marien-Carreés: Bereits jetzt werden die vielen kleineren Wohnungen, die dort in den drei neuen Gebäuden und dem Kirchengebäude geplant sind, sehr stark nachgefragt. Foto: pf

Nach Durchführung des städtebaulichen Wettbewerbs um die Marienkirche steht seit Herbst 2020 das Ergebnis mit einem Gewinnerentwurf des Architekten Peter Bastian aus Münster fest. Das äußere Erscheinungsbild des Kirchengebäudes St. Mariä-Himmelfahrt bleibt mit diesem Siegerentwurf nahezu unverändert erhalten und wird als Wohngebäude umgebaut. Hinzu kommen drei neue Gebäude entlang der Grabenstraße.

Derzeitig liegen die Pläne, nebst Antrag des neuen Investors, zur Anpassung der Bauleitplanung der Stadt Greven vor und sollen in Kürze in den Ausschüssen beraten werden.

Wesentlichste Forderung in dem vom Bischöflichen Generalvikariat in Münster durchgeführten Wettbewerb, war die Umnutzung des Kirchengebäudes, unter größtmöglicher Erhaltung des äußeren Erscheinungsbildes und als städtebaulicher Identifikationspunkt für den Grevener Süden. Dies spiegelt der Gewinnerentwurf deutlich wider. Im Kirchengebäude sind künftig sieben kleinere Wohnungen im Erdgeschoss und zwei Wohngruppen mit 22 Plätzen, einschließlich Gemeinschafts- und Aufenthaltsbereichen in den oberen Etagen, vorgesehen. „Die Grundidee des Marien-Carreés basiert auf einem starken und sozialen Miteinander mit gemeinsamen Wohngruppen, beispielsweise einer Demenzgruppe, Service-Wohnen und barrierefreien Mehr-Generationen-Wohneinheiten“, verdeutlicht Pastoralreferent Matthias Brinkschulte das Konzept des Investors.

In den drei neuen Gebäuden, die westlich, kubenförmig, zweigeschossig plus Staffelgeschoss mit Flachdächern entstehen sollen, sind insgesamt 18 Wohnungen mit je 56 bis 104 Quadratmeter Wohnfläche vorgesehen. „Im Vorfeld und zur Präsentation zeigte sich eine enorm hohe Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten nahe der Marienkirche. Wir hatten zahlreiche konkrete Anfragen aus allen Generationen“, berichtet Brinkschulte von den Erfahrungen während der Siegerpräsentation.

In dritten Gebäude, nahe der Kindertagesstätte Mariä-Himmelfahrt, sollen im Erdgeschoss gute 200 Quadratmeter Pfarrheimfläche für die Pfarrgemeinde angemietet werden. Diese soll mit dem Kindergarten ein Begegnungsort für alle Generationen bilden. Gruppenräume und Flächen für die katholische öffentliche Bücherei sind vis-a-vis zum Kindergarten für die nächsten Jahre fest eingeplant.

Gemeinsam mit der Stadt und dem Investor erfolgt derzeitig eine Abstimmung über den zeitlichen Ablauf der Gesamtmaßnahme, wobei in 2022 bauseits begonnen werden soll. Die Profanierung der Kirche ist im Laufe diesen Jahres vorgesehen.

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