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Bundesweite „Woche der seelischen Gesundheit“ beim Caritasverband

„Gemeinsam über den Berg“

Greven/Saerbeck

„Gemeinsam über den Berg – Seelische Gesundheit in der Familie“: Das ist das Motto der bundesweiten „Woche der seelischen Gesundheit“. Im Oktober will sie informieren und auf Präventions- und Hilfsangebote aufmerksam machen.

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Hinweis per Transparent in den Händen von Norbert Helming und Steffen Lusing vor dem „Café Jedermann“: In der „Woche der seelischen Gesundheit“ stellt der Caritasverband Emsdetten-Greven seine Angebote vor. Foto: Caritas

„Gemeinsam über den Berg – Seelische Gesundheit in der Familie“: Das ist das Motto der bundesweiten „Woche der seelischen Gesundheit“.

Im Oktober will sie informieren und auf Präventions- und Hilfsangebote aufmerksam machen. Seit 2010 ruft das „Aktionsbündnis Seelische Gesundheit“ jährlich bundesweit zu dieser Aktionswoche auf. Ein wichtiges Ziel ist dabei, einen offenen, toleranten und vorurteilsfreien Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen zu fördern. Der Caritasverband Emsdetten-Greven stellt in diesen Tagen einige seiner ständigen Angebote vor.

„Es ist uns ein großes Anliegen dafür zu werben, sich bei Bedarf Hilfe zu holen, sich bei uns einzuloggen, anzurufen oder vorbeizukommen“, sagte Helmut Henrich, beim Verband verantwortlich für die Hilfen für suchtkranke und psychisch kranke Menschen und den Fachdienst Integration/Migration. „Unsere Angebote sind immer für Sie da.“

Nach vielen Monaten mit Einschränkungen will er aktuell besonders die gestiegenen Belastungen für Familien in den Blick nehmen. „Wo vorher die Situation schon schwierig war, ist sie durch Corona oft noch schwieriger geworden“, ist Helmut Henrichs Beobachtung. Familien, aber auch einzelne Betroffene oder Angehörige lädt er ein, Probleme und Belastungen bei den Fachleuten des Caritasverbands anzusprechen und Hilfen in Anspruch zu nehmen: „Traut euch, macht euch auf, es geht über den Berg.“

Psychosoziale Beratungsstelle: Weggebrochene Strukturen wie der wöchentliche Sport oder persönliche Treffen in Selbsthilfegruppen und das Gefühl der Isolation haben für Menschen mit psychischen Erkrankungen den Bedarf an Beratung, Unterstützung und auch Therapien erhöht, das ist der Befund von Irene Fröhlich in der Psychosozialen Beratungsstelle für Menschen in Krisensituationen (PSB). Trotz der Lockerungen sei es für manche schwierig, die wiedergewonnenen Möglichkeiten und Freiheiten zu nutzen, so Irene Fröhlich. „Es gibt Menschen, die jetzt Angst davor haben, zum Beispiel wieder zur Chorprobe zu gehen.“ Während die Wartezeiten etwa für bestimmte Therapieplätze immer länger werden, will die PSB weiterhin schnell erreichbar bleiben und zeitnahe Erstgespräche ermöglichen. Kontakt: Psychosoziale Beratungsstelle für Menschen in Krisensituationen,

  02572/1570, E-Mail info@caritas-emsdetten-greven.de.

Kontakt- und Beratungsstelle Café Jedermann: „Gerade wegen Corona haben wir die Kontaktstelle offengehalten, berichtet deren Leiter Norbert Helming. Mit Schutzmaßnahmen und hohen Impfquoten will man in der Kontaktstelle Ängsten von Besuchern entgegenwirken. Das Angebot des Café Jedermann richtet sich an Menschen mit psychischer Erkrankung und will Kontakte, eine sinnvolle Gestaltung des Alltags und Beratung ermöglichen, unter anderem durch Reha-Sport, Klöntreffen bei einer Tasse Kaffee und gemeinsamen Frühstücks oder Mittagessen. Die Kontaktstelle ist im Haus Blumenstraße 49 in Emsdetten. Aktuell ist vor dem Besuch eine Anmeldung erforderlich. Kontakt: Café Jedermann, Norbert Helming, Tel. 02572/97442, E-Mail helming@caritas-emsdetten-greven.de.

Drogen- und Suchtberatung: „In den Familien sind Probleme mit Alkohol oder Cannabis offenbar geworden und Angehörige suchen Rat und Information. Darüber reden hilft und gibt Energie für Veränderungen“ ist sich Andre Plagge, Leiter der Suchtberatung, sicher. Die Drogen- und Suchtberatung ist täglich von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr zur Terminabsprache zu erreichen. Sie bietet außerdem wöchentlich dienstags und mittwochs von 15.30 bis 17 Uhr eine Telefonsprechstunde zum Erstkontakt an,

 02572/ 15728.

Fachdienst Migration-Integration: Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten hatten es in den vergangenen Monaten häufig mit nicht erreichbaren Anlaufstellen zu tun. Es herrschte Rat- und Hilflosigkeit bei Anliegen wie Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis oder der Verlängerung für Unterkünfte. Das Home-Schooling in beengten Verhältnissen bereitete Probleme. So schildert Lea Kurth vom Fachdienst die Lage, die bis zu existenziellen Notlagen durch Jobverluste etwa in der Gastronomie reichte. Der Fachdienst versucht, diesen gestiegenen Hilfe- und Beratungsbedarf in Emsdetten, Greven und Saerbeck aufzufangen.

Online-Beratung: Immer erreichbar sind die Angebote des Caritasverbands Emsdetten-Greven über die Online-Beratung. Der Einstieg dazu findet sich auf der Homepage des Verbands www.caritas-emsdetten-greven.de.

www.seelischegesundheit.net

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