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Nachtflüge

Grevens Grüne wollen Hermes-Zentrum am FMO verhindern

Greven

Grevens Grüne wollen das Hermes-Logistikzentrum am AirportPark am FMO verhindern. Sie fürchten mehr Nachtflüge. AirportPark-Chef Schröer hält das für „unbegründet“.

Günter Benning

Der Ausbau des Airportparks macht Grevens Grünen Kopfschmerzen. Foto: Sebastian Driemer

Wird das geplante Hermes-Logistik-Center zu vermehrten Nachtflügen am FMO führen? Grevens Grüne fürchten das und fordern in einem Antrag an den Rat am 5. Juli, die Änderung der bestehenden Bebauungspläne im AirportPark abzulehnen. So will man die Hermes-Ansiedlung verhindern.

„Da wird mit falschen Karten gespielt“, fürchtet Fraktionschef Dr. Michael Kösters-Kraft, der auf Beschwichtigungen der AirportPark-Betreiber anspricht.

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Zweifel an beruhigenden Worten

Der Widerspruch folgt auf dem Fuß. Udo Schröer, Geschäftsführer der AirportPark GmbH, hält den Grünen-Verdacht für „total unbegründet“. Im Gesamtkonzept der Hermes-Logistikzentren sei das Grevener „ein kleines“. Nicht zu vergleichen mit Knotenpunkten wie Leipzig oder Frankfurt. „Das Potenzial an Luftfracht ist im Raum Münster-Osnabrück gar nicht vorhanden“, sagt Schröer. Denn bei Luftfracht gehe es nur um spezielle Waren – wie IT-Produkte – die schnell zum Kunden müssten. Und die entsprechend teuer sind.

Auch der grüne Kösters-Kraft hat die beruhigenden Erläuterungen bereits gehört. Trotzdem zweifelt er daran.

Unter der Hand werde von „zigtausend Tonnen“ Luftfracht am FMO geredet. Jedenfalls deutlich mehr, als durch kleinere „Beifracht“-Mengen zusammenkommen würden.

„Logistikzentrum nicht ausgelegt für großen Luftfrachtverkehr“

Tatsächlich ist der FMO für Frachtunternehmen interessant, weil es hier kein Nachtflugverbot gibt. 24 Stunden am Tag können Flieger starten und landen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Grevener Rat in einem Antrag gefordert, dass am Flughafen nachts nicht geflogen werden soll. Zuständig ist er letztendlich nicht. Das ist das Regierungspräsidium.

Bei einem Flächenverbrauch von 30.000 bis 60. 000 Quadratmetern, unterfüttern die Grünen ihren Ausstiegs-Antrag, seien 110 bis 130 neue Arbeitsplätze „nicht sehr viel.“ Die Flächen stünden dann für andere Firmen nicht mehr zur Verfügung. Für Udo Schröer ist klar, „dass dieses Logistikzentrum nicht ausgelegt für großen Luftfrachtverkehr ist.“ Der Großteil der Pakete werde seinen Weg über die Autobahn nehmen.

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