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Nelson-Mandela-Gesamtschule erhält einen Schulgarten

Grünes Klassenzimmer auf 860 Quadratmeter

Greven

Die Gesamtschule bekommt einen Schulgarten: ein grünes Klassenzimmer, das auf einer 860 Quadratmeter großen Fläche Platz bietet für Komposthaufen, Blühflächen, zwei Ackerflächen, Kräuterhochbeete, Barfußpark und befestigte Aktions- und Begegnungsflächen.

wn

Zwischen früherer Mensa und Rönnehalle werden Schülerinnen und Schüler demnächst säen, pflegen und ernten. Foto:

„Wäre hier nicht auch Platz für einen Schulgarten?“, fragten sich einige Kolleginnen und Kollegen der Nelson-Mandela-Gesamtschule bei der Vorstellung der umfangreichen Umbaumaßnahmen des Schulzentrums im Sommer 2018. Im Hinterkopf hatten sie zunächst den Anbau von frischem Gemüse und Kräutern in transportablen Hochbeeten, um diese im Hauswirtschaftsunterricht und im Schülercafé „Auszeit“ zu verarbeiten.

Aber schnell wuchsen dann beim ersten Treffen von rund 20 interessierten Lehrerinnen und Lehrern im Sommer 2019 die Ideen immer weiter bis zu dem grünen Klassenzimmer, das jetzt auf einer 860 Quadratmeter großen Fläche realisiert wird. Komposthaufen, Blühflächen, zwei Ackerflächen, Kräuterhochbeete, Barfußpark und auch befestigte Aktions- und Begegnungsflächen sind eingeplant, um den neu gewachsenen Ort auch als Alternative zum Klassenraum nutzen zu können.

Rund um die entstandene AG Schulgarten, geleitet von der Naturwissenschaftslehrerin Sandra Blumenthal und der Hauswirtschaftslehrerin Christiane Lohmann-Tirasci, entsteht jetzt ein Konzept, um den neuen Lernort in den Unterricht einzubinden und erblühen zu lassen. „Wir freuen uns schon sehr, im April mit den ersten Gruppen die ersten Setzlinge einzupflanzen“, so die beiden begeisterten Organisatorinnen.

Der erste Spatenstich leitet außerdem eine besondere Kooperation ein: die Berliner Bildungseinrichtung GemüseAckerdemie (https://www.gemueseackerdemie.de/) unterstützt die Nelson-Mandela-Gesamtschule bei der Bebauung der beiden sonnig gelegenen Ackerflächen.

Die „GemüseAckerdemie“ ist ein ganzjähriges, theorie- und praxisbasiertes Bildungsprogramm mit dem Ziel, die Wertschätzung von Lebensmitteln bei Kindern und Jugendlichen zu steigern. Ihr Konzept wirkt gegen den Wissens- und Kompetenzverlust im Bereich Lebensmittelproduktion, die Entfremdung von der Natur, ungesunde Ernährungsgewohnheiten sowie Lebensmittelverschwendung. All dies ist möglich durch die Stiftung „Zukunft NRW!“ (https://www.stiftung-zukunft-nrw.de/), die das Projekt finanziell unterstützt.

In Zukunft säen, pflegen und ernten also Schüler und Schülerinnen der Nelson-Mandela- Gesamtschule ihr eigenes Gemüse und erleben dabei, wo Lebensmittel herkommen und wie diese wachsen. Passend zum Frühling steht bereits im April der Termin für die erste Bepflanzung an.

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