Grevener engagiert in Indien

Hilfe wird ganz dringend benötigt

Greven

In Indien mangelt es aktuell an vielem: Personal, Aufklärung und vor allem Sauerstoff. Das berichtet auch Vijayaraghavan Pisharody aus Bangalore.

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Zoom-Interview von Mitarbeiter Luca Pals mit Dr. Christian van den Bos aus Greven und Vijayaraghavan Pisharody Foto:

Die Lage in Indien ist ernst. Sehr ernst. Bilder aus dem Land mit circa 1,3 Milliarden Einwohnern erreichen regelmäßig auch Deutschland über verschiedenste Nachrichtenkanäle. Zahlreiche Menschen stecken sich mit dem Corona-Virus an, viele Menschen sterben – und haben kaum bis gar keine Hoffnung auf medizinische Hilfe. Es mangelt an vielem: Personal, Aufklärung und vor allem Sauerstoff. Das berichtet auch Vijayaraghavan Pisharody aus Bangalore.

Die Stadt, in der er wohnt und von der er an diesem Donnerstagnachmittag zugeschaltet ist, hat zehn Millionen Einwohner. Allein in seiner Wohnanlage leben 400 Menschen. Abstand halten? Das ist kaum möglich.

Die Ursachen der Krise sind gleichwohl vielfältiger Natur: „Die Regierung hat hier noch viel aufzuholen. Sie steht nun natürlich unter großem Druck.“ Dazu kam das Hindu-Fest Kumbh Mela, das weltweit größte religiöse Fest der Welt, bei dem Millionen Gläubige ein Bad im heiligen Fluss Ganges nehmen. „Das Gesundheitssystem kommt nicht mehr hinterher, weil neben dem Sauerstoff auch die medizinischen Geräte und das Personal fehlen.“ Dadurch würde es zu schlimmen Szenen kommen. „Die Menschen können nicht ins Krankenhaus, weil sie abgewiesen werden. Das Personal kann sich schon lange nicht mehr um alle kümmern. Deswegen sterben die Menschen nicht nur in den Krankenhäusern, auch Zuhause oder auf der Straße.“

Mit Dr. Christian van den Bos, Unternehmer aus Greven, der Firmen aus der Medizinbranche berät, ist schon seit vielen Jahren mit Vijayaraghavan Pisharody befreundet. Schnell will er seinem indischen Geschäftspartner, der selbst schon an Covid erkrankte, medizinische Unterstützung benötigte und diese glücklicherweise erhielt, helfen. Über Lieferanten soll schnellstmöglich Sauerstoff und Geräte zur Patientenversorgung nach Indien geliefert werden. Außerdem würde sein Unternehmen aus Deutschland versuchen, Hilfsinitiativen weiter zu motivieren und somit vielfältige Hilfe in Indien aufzubauen. Es wird klar: Es besteht ein Mangel an vielem, für van den Bos und Vijayaraghavan Pisharody sind alle Hilfe willkommen.

Kontakt für Hilfen: cvandenbos@maresltd.eu

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