1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Humoristisches Feuerwerk

  8. >

Spritzig-unterhaltsamer Abend mit den Bullemännern

Humoristisches Feuerwerk

Greven

Endlich wieder ein Gastspiel mit den Bullemännern – darauf hatte man pandemiebedingt ja lange warten müssen. Der Kulturinitiative kann man für solch einen spritzig-unterhaltsamen Abend nur dankbar sein, die für den Freitagabend die Vollblutkabarettisten Augustin Upmann und Heinz Weißenberg sowie die Tastenfachkraft Svetlana Svoroba ins bestens gefüllte Ballenlager geholt hatte.

Von Axel Engels

Vollblutkabarettisten Augustin Upmann und Heinz Weißenberg. Die sympathische Svetlana Svoroba (kl. Foto) aus der Ukraine und da bekam das nunmehr 17. Programm eine ganz besondere Aktualität. Foto: Axel Engels

Endlich wieder ein Gastspiel mit den Bullemännern – darauf hatte man pandemiebedingt ja lange warten müssen. Der Kulturinitiative kann man für solch einen spritzig-unterhaltsamen Abend nur dankbar sein, die für den Freitagabend die Vollblutkabarettisten Augustin Upmann und Heinz Weißenberg sowie die Tastenfachkraft Svetlana Svoroba ins bestens gefüllte Ballenlager geholt hatten.

Dass natürlich der Krieg in der Ukraine gleich am Anfang ihres Programms „Muffensuasen“ stand, ist verständlich. Schließlich stammte die sympathische Svetlana Svoroba aus der Ukraine und da bekam das nunmehr 17. Programm eine ganz besondere Aktualität.

Zusammen suchten sie erst einmal nach einem Betreuer für Putin, ihrer Meinung nach wäre Gerhard Schröder allerdings dafür ungeeignet. „Bei unserer Oma war das damals viel leichter, ging das ruck zuck“ – so die Einschätzung aus kompetentem Munde der beiden Westfalen.

Einen ultimative Angriff auf die Lachmuskulatur des Publikums ist man von den Bullemännern ja gewohnt, da kann sich im Nachhinein keiner der Besucher über Muskelkater im Bereich des Zwergfells beschweren. Mit sprachlichen Schwierigkeiten hatten Augustin Upmann und Heinz Weißenberg allerdings nur auf dem Gebiet der Geschlechtergleichsetzung zu kämpfen. Schließlich fühlte sich Svetlana Svoroba doch etwas unpassend als weiblicher Teil des Trios bezeichnet. Aber aus diesem Dilemma führte wohl kein Weg heraus. Schließlich wäre „Rindviecher“ zwar geschlechtsneutral, aber nun doch keine Alternative für das kultig-traditionelle „Bullemänner“.

Ansonsten traf man natürlich auf alte Bekannte. Panhas vom heimischen Getränkemarkt durfte nicht fehlen und auch Unterbrandmeister Heini Stertkötter glänzte als westfälischer Erotikbolzen im roten Bademantel. Natürlich steht nach ihm der weibliche Teil der Bevölkerung voll auf Feuerwehrmänner. Von Fußballspielern wollen die Fans vielleicht ein Trikot, aber von den Männern in den knallroten Wagen wohl eher ein Kind.

Trotz des Titels „Muffensausen“ brauchte man an diesem Abend nichts befürchten. Denn das feinste Menü mitreißenden Humors besteht bei den Bullemännern aus einer Prise Comedy, ein bissiges Kabarett, Realsatire mit schwarzem Humor und mitreißende Lieder, wobei Svetlana Svoroba als Sängerin sicherlich den beiden männlichen Kollegen die Show stehlen könnte, wenn sie es denn wollte. Aber sie wickelte auch so ihre Mitstreiter mit Charme und einem durchschlagenden „Dawai“ um den Finger, ohne dass diese es wohl bemerkten. So ging es vom Ärztemangel auf dem Lande, den man mit der Verpflichtung von Metzgern vielleicht beheben könnte mit Esprit und Leidenschaft bis zu den Tücken der Digitalisierung des Feuerwehrschlauches. Geologen bezeichnen ihre Heimat vielleicht als „Geländedepression“, aber an diesem Abend war dieses Wort sicherlich ein Fremdwort im Angesicht dieses humoristischen Feuerwerks.

Startseite
ANZEIGE