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Die Briefwahlen für den Seniorenbeirat sind eine Nagelprobe für das politische Interesse

Im Dienst der Senioren

Greven

 Zum ersten Mal wird der Grevener Seniorenbeirat per Briefwahl bestimmt. Alle Grevener über 60 Jahren können sich daran beteiligen. 21 Kandidaten stellen sich zur Wahl, 18 Plätze hat der Beirat. Die Kandidaten und Kandidatinnen wurden nicht auf dem üblichen Weg über Parteien ermittelt, sondern konnten sich selbst stellen. Damit sich die Wähler ein Bild machen können, stellen wir sie alle vor. Die Briefwahlunterlagen werden ab dem 6. Januar zugestellt.

Von Günter Benning

Hier tagt bald auch der Seniorenbeirat Foto: Björn Meyer

Die ersten Direktwahlen für den Grevener Seniorenbeirat beginnen in dieser Woche. Ab dem 6. Januar werden die Wahlunterlagen versandt. Knapp 11 000 wahlberechtigte Grevener über 60 Jahre können sich an der Briefwahl beteiligen. Bis zum 26. Januar können sie ihre Stimme per Post ans Wahlamt schicken, oder persönlich am Rathaus abgeben.

Wichtig: Von den 21 Wahlvorschlägen darf jeweils nur ein Kandidat oder eine Kandidatin angekreuzt werden. Wenn mehr als ein Kreuz gemacht wird, ist der Wahlzettel ungültig.

Auf dem Wahlzettel, der bereits gedruckt ist, sind noch 22 Kandidaten vermerkt. Allerdings hat einer von ihnen seine Kandidatur wieder zurückgezogen (Jürgen Rust aus Aldrup).

Die ersten Direktwahlen für den Seniorenbeirat sind nicht unbestritten gewesen. Denn bisher wurden die Beiräte bei – mehr oder minder zahlreich besuchten – Wahlveranstaltungen gewählt.

Doch eine Mehrheit im Rat unterstützte die Briefwahl. Der Wunsch: Mehr Senioren zu beteiligen, insbesondere auch jene Gruppen, die nicht automatisch am politischen Geschehen teilnehmen.

Alle Grevener über 60 Jahren haben nun bis zum 26. Januar die Chance, ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu bestimmen.

Wahlbeteiligung wird spannend

Dabei wird es spannend werden, wie viele Wähler aus der angesprochenen Alterskohorte auch tatsächlich ihre Briefwahlunterlagen ausfüllen und abgeben.

Bei anderen Wahlen – von der Wahl des Integrationsrates in Münster bis zu den Pfarrgemeinderatswahlen – ist der Rücklauf leider oft wenig repräsentativ. Mit rund 31 000 Euro sind die Kosten für Briefversand und Druckmaterial in Greven nicht unerheblich.

Bis kurz vor Toresschluss war noch unsicher gewesen, ob genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die 18 Plätze im Beirat gefunden würden. Falls sich weniger Anwärter gemeldet hätten, wäre die Briefwahl ausgefallen.

Damit die Wahlbeteiligung groß wird, müssen nun die Kandidaten, die Stadt und die Parteien die Werbetrommel rühren. Die Anliegen der Senioren, die der Beirat vertritt, werden jedenfalls in Zukunft immer wichtiger.

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