1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Im Schrank der Shopping-Queen

  8. >

Svenja Haake über lange Drehtage und wahre Freundschaften

Im Schrank der Shopping-Queen

Greven

Shopping-Queen Svenja Haacke erzählt von ihren Erlebnissen während der Dreharbeiten für die gleichnamige Sendung.

Günter Benning

Hier hat Svenja Haacke  ihre Schätze gelagert: im begehbaren Schrank. Und man sieht gleich: Die 29-jährige Neu-Grevenerin hat farblich für jede Stimmung das passende Outfit auf dem Bügel. Foto: Günter Benning

Da passt kein Bügel mehr dazwischen. Svenja Haacke (29) steht zwischen Blusen, Pullis und Blousons in ihrem begehbaren Schrank. Hinten am Spiegel hängt das Hochzeitskleid. Viel beige und braun bei den Jacken, bei den Hemden kann‘s auch schon mal blaues Karo sein. So sieht es also bei einer Shopping-Queen Zuhause aus. Voll, und alles andere als eintönig.

Dabei hat die 29-jährige aus Lemgo heute Abend mal in einer eleganten schwarzen Bluse mit weißen Punkten empfangen. Dunkel seriös, wie es zu einer Büroleiterin der DBK in Osnabrück passt.

Die jüngste Gewinnerin der Shoppen-Show von Guido Maria Kretschmer wohnt in einem hübschen Reihenendhaus an der Philipp-Manz-Straße. Und ist selbst überrascht darüber, wie eine Fernsehsendung wirkt: „Unfassbar, was für Kreise das gezogen hat. Sogar mein Revisor hat mich erkannt.“ Revisoren von Versicherungen gelten ja nicht unbedingt als typische Gucker des Vorabendprogramms von Vox.

Aus Neugierde beworben

„Ganz blauäugig“, sagt Svenja Haacke, habe sie sich bei der Kretschmer-Sendung beworben. Aus Neugierde. „Man geht dann durch mehrere Castings“, schildert sie. Und schließlich ist man, mit Talent, in der Sendung.

Und das ist kein Zuckerschlecken. Gedreht wurde für die neue Staffel nämlich schon im Januar letzten Jahres. „Morgens um halb zehn kamen die Kamerateams“, sagt Svenja Haacke. Und dann ging es bis abends um zehn. Einmal sogar bis kurz vor Mitternacht. Kameraleute, Realisatoren, Aufnahmeleiter – sie alle marschierten mit auf die Einkaufstour nach Münster. Mitten im Winterschlussverkauf.

„Das war Fluch und Segen zugleich“, sagt die Shopping-Queen. Denn einerseits gab‘s Schnäppchen. Andererseits waren die tollsten Stücke schon weg. 500 Euro hatte sie, um sich in vier Stunden einzukleiden. Ihr bestes Schnäppchen: Ein paar Schuhe, die von 329 auf sagenhafte 96 Euro reduziert waren. Ansonsten gilt für die Sendung: Rabatt gibt‘s nur, was andere Kunden auch bekommen. Keine Sonderbehandlung.

Mehr zur Shopping Queen in Münster:

Tag 1: Clutch und Tratsch bei Kretschmer

Tag 2: Über den Laufsteg Richtung Thron

Tag 3: Der Stoff gewordene «Untergang»

Tag 4: Miss Zeitnot

Tag 5: Bussis für die Bummel-Beste

Zwischen Glücksgriffen und Wermutstrophen

Ein Glücksgriff war sicher, dass Svenja mit David Haacke unterwegs war. Der Gatte, Verkaufstrainer von Beruf, gab Tipps und war die Ruhe in Person. „Ich gehe sonst auch wohl mit zum Shoppen“, gibt er zu, „alles – bis zu zwei Stunden.“

Guido Maria Kretschmer, der in der Sendung immer seitlich reingrätscht („Mädchen, mach den Schal weg“), fand Svenja Haacke „ganz natürlich und überhaupt nicht abgehoben“. Sie hat den Star-Designer in Berlin kennengelernt.

Mit ihren Konkurrentinnen versteht sie sich übrigens noch heute: „Wir sind gute Freundinnen.“

Der einzige Wermutstropfen im Leben einer Shopping-Queen: „Der Shitstorm auf Facebook, bei dem meine Kolleginnen persönlich beleidigt werden – das ist einfach unmöglich.“

Startseite