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Erster Spatenstich für die vierte Reinigungsstufe der Kläranlage

Immer noch ein bisschen sauberer

Greven

Lange dauert es nicht mehr. Dann haben auch Mikroplastik, Pestizide oder Antibiotika schlechte Karten im Grevener Abwasser. Der Grund: Am Dienstag fand der symbolische erste Spatenstich für die vierte Reinigungsstufe der Grevener Kläranlage statt. Nun können die Bauarbeiten an der Grevener Straße beginnen (4 Millionen Euro).

wn

Und hoch die Schüppe (vorne von links): Timo Kaup (Bezirksregierung), Aloys Wilpsbäumer (TBG), Holger Nix (Stückenschneider), Manfred Rummler (Planungsbüro Rummler + Hartmann), Ulrich Zeranka (Vorsitzender Betriebsausschuss) und Bürgermeister Peter Vennemeyer. Foto: Stadt Greven

Zur Erinnerung: Im März wurde die vierte Reinigungsstufe von der Bezirksregierung Münster genehmigt (unsere Zeitung berichtete). Zum ersten Spatenstich erklärte Bürgermeister Peter Vennemeyer: „Die zusätzliche Reinigungsstufe verbessert die Wirkung der vorhandenen Technik noch einmal entscheidend.“ Sie könne Mikroschadstoffe sowie Arzneimittelrückstände heraus filtern und besonders problematische Mikroplastikpartikel würden verringert.

Sicher ist: Die vierte Stufe auf kommunalem Grund ist etwas Besonderes. Vennemeyer: „Greven wird zum innovativen Vorreiter.“ Er erinnerte auch an den langen Weg bis zum Baubeginn. „Die Stadt Greven hat sich schon 2013 mit der Problematik von Mikroschadstoffen im Abwasser auseinandergesetzt.“ Damals sei sie eine der ersten Kommunen gewesen.

Der weitere Weg: 2014 wurde der Beschluss des Betriebsausschusses gefasst, eine Machbarkeitsstudie zur Elimination der betroffenen Stoffe durchzuführen. Auf der Grundlage dieser Studie erarbeitete die Stadt zusammen mit dem Ingenieurbüro Rummler und Hartmann Vorplanungen, anschließend wurde der Förderantrag auf den Weg gebracht. „2016 haben wir dann die Zusicherung bekommen, dass das Land 80 Prozent der Investitionskosten übernehmen wird“, erklärte Bürgermeister Vennemeyer. Die enorm hohen Zuschüsse erklären sich dadurch, dass die geplante Anlage einen Pilotcharakter haben wird. Vennemeyer: „Diese Anlage kann neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Klärung solcher Stoffe bringen.“

Durch die zukünftig vier Reinigungsstufen wolle die Stadt Greven in Zukunft „einen spürbaren Beitrag für besseren Gewässerschutz leisten und das Ökosystem Wasser bestmöglich entlasten.“

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