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„Walk of Fame“ am Gymnasium

Jahrgangssteine sollen Verbundenheit dokumentieren

Greven

Am Gymnasium gibt es nun einen „Walk of Fame“. Ehemalige und künftige Jahrgänge sollen sich eingeladen fühlen, ihn mit einem Jahrgangsstein zu erweitern.

Von Oliver Hengst

Hier beginnt der „Walk of Fame“, sehr zur Freude von (von links) Julius Scheidgen, Oliver Heinichen, Thomas Borgmeier und Marcus Löw. Foto: Oliver Hengst

Ein Anfang ist gemacht, der erste Stein liegt. Und viele weitere sollen folgen. Am nötigen Platz sollte es zwischen dem naturwissenschaftlichen Neubau des Gymnasiums und der Emssporthalle nicht mangeln. Falls alle Jahrgänge dem Beispiel der Abiturientia 1986 folgen sollten, wäre die Fläche erst rund ums Jahr 2700 erschöpft. Oder 2800? Ja, für diese Rechenaufgabe braucht man schon Abitur . . .

Der Ehemaligenverein des Gymnasiums Augustinianum nennt die Aktion augenzwinkernd „Walk of Fame“ und hat eben dieses Motto in Stein meißeln lassen. Der Jahrgang 1986, in jenem Jahr baute der Vereinsvorsitzende Marcus Löw sein Abitur, hat sich wenige Meter daneben als erstes verewigt. Nun hofft der Verein auf viele Nachahmer.

„Jeder Jahrgang darf die Stelle für seinen Stein frei wählen“, erklärt Marcus Löw. Solange die Maße von 20x40 Zentimeter eingehalten würden, müsse auch die Gestaltung keinem bestimmten Muster folgen. Details können auf Anfrage die Vorstandsmitglieder des Vereins sowie der Steinmetzbetrieb Plagemann an der Gutenbergstraße erläutern. Interessierte Jahrgänge sollten sich auf Kosten in Höhe von rund 400 Euro einstellen. „Ein Abi-Jubiläum eignet sich besonders dafür“, sagt der zweite Vorsitzende Julius Scheidgen, dessen Jahrgang im kommenden Jahr das Zehnjährige feiert. Aber natürlich sei auch jedes „normale“ Abitreffen geeignet. „Dann sammelt man im Vorfeld von jedem fünf Euro mehr ein“, sagt Löw, und schon haben man den Stein zusammen.

Auch einen Abi-Wald gibt es

Es gehe darum, seine Verbundenheit mit der Schule und der Stadt zu dokumentieren, erläutern die Beisitzer Oliver Heinichen und Kassiere Thomas Borgmeier. Dem gleichen Zweck dient auch die Aktion „Abi-Wald“. Jeder künftige Jahrgang bekommt vom Ehemaligenverein einen Baum gestiftet, der neben dem Hauptgebäude eingepflanzt wird. Eine Plakette zeigt, welcher Baum zu welchem Jahrgang gehört.

Natürlich hätte der Vorstand nichts dagegen, wenn sich weitere Ehemalige dem Verein anschließen (Jahresbeitrag: 12 Euro). Auch und gerade jüngere Jahrgänge sollten sich durchaus angesprochen fühlen, wirbt Löw.

Das Ehemaligentreffen, das turnusgemäß immer im WM-Jahr stattfindet, musste 2020 wegen Corona ausfallen. Vielleicht wird es 2023 nachgeholt.

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