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Vier Tage Jazz Musik beim Emsjazz-Festival

Jazz-Weltstars im Ballenlager

Greven

Noch zwei Wochen. Dann erlebt Grevens Ballenlager sein erstes Jazzfestival mit hochkarätigen Formationen. Wir sprachen darüber mit dem KI-Vorsitzenden Ulrich Reske. Risiko und Hoffnung!

Von und

KI-Vorsitzender Ulrich Reske. Foto: Günter Benning

Ulrich Reske ist Jazz-Fan und seit zwei Jahren zusammen mit Werner Jacobs Vorsitzender der Kulturinitiative Greven (KI), die vom 8. bis 11. September das erste Emsjazz-Festival im Ballenlager mit zehn Formationen veranstaltet. Mit Reske, der früher die Lokalredaktion leitete, sprach unser Redaktionsmitglied Günter Benning.

Sie tragen hier so ein schönes Shirt mit Emsjazz-Festival-Aufsticker. Muss man schon Reklame laufen?

Reske: Müssen wir nicht, aber wir wollen das natürlich.

Das Festival mit dem Headliner Jan Garbarek ist das erste Jazz-Festival in Greven. Im näheren Umfeld von Greven gibt es etliche andere Jazz-Events. Fürchten Sie die Konkurrenz?

Reske: Wir hoffen natürlich, dass wir keine Konkurrenzprobleme haben, sondern eher, dass wir ergänzend aktiv werden können. Zum Jahreswechsel gibt es das große Jazz-Festival in Münster. Im frühen Frühjahr sind die Gronauer seit über 30 Jahren aktiv. Wir haben gedacht, im Spätsommer ist die Region noch unbesetzt. Wir hoffen, dass wir mit dem entsprechenden Ambiente und natürlich guter Musik erfolgreich sind.

Mit Jan Garbarek ist ein richtiger Jazz-Weltstar dabei. Der Norweger hat schon sehr viele Experimente gemacht – mit dem Hilliard Ensemble aus England, mit Folk-Musik, mit verschiedenen Jazzern. Wie läuft der Vorverkauf?

Reske: Da sind wir ausverkauft. Garbarek spielt mit seinem angestammten Ensemble, gestandenen Jazzmusikern wie der Trilok Gurtu, ein Super-Percussion-Mann, und Rainer Brüninghaus an den Tasteninstrumenten. Garbarek ist bei seinen Konzerten sehr innovativ. Wer erwartet, da kommt nur die Musik von seinen besten Records, der wird sich wundern.

Absolut hochkarätig

Die anderen Bands sind auch hochkarätig?

Reske: Absolut hochkarätig. Natürlich kennen Jazz-Fans das Tingvall Trio. Eine Musiker-Kombi aus Hamburg, Kuba, Schweden. Die machen supertolle Musik.

Und dann gibt es auch ein besonderes internationales Chorprojekt?

Reske: Ja, das wird man so auf keinem anderen Festival finden: eine deutsch-bretonische Kombination, das Jazzensembles Chit Chat Company aus Bielefeld und die bretonische Vokal-Bigband Couleur Jazz. 70 Sänger und eine Jazzband, die zusammenspielen.

Der Chorleiter kommt aus Olpe, so wie Sie. Kannten Sie sich schon vorher?

Reske: Sozusagen seit dem Sandkasten.

Jazz ist eine Nische, die von eingefleischten Fans lebt. Ist die Szene groß genug für ein zusätzliches Festival?

Reske: Das werden wir sehen. Die ersten Vorverkaufszahlen sprechen dafür, dass es ganz gut läuft. Wir hoffen, dass natürlich vor allem Grevener kommen. Aber auch viele Menschen von außerhalb. Die Werbung läuft im ganzen deutschsprachigen Raum auch über die entsprechenden Jazz-Fachzeitschriften.

Es gibt vier Tage Jazz. Ist das ganze GBS-Gelände in Jazz-Hand?

Reske: Ja, das ganze GBS-Gelände ist von uns für vier Tage gemietet. In der Kulturschmiede findet eine bemerkenswerte Fotoausstellung eines französischen Profi-Fotografen statt. „Jazz it is“. Und was das T-Shirt angeht – das wird man da auch käuflich erwerben können.

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