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Christian Erdmann engagiert sich im Reckenfelder Bürgerverein

„Jeder kann sich einbringen“

Reckenfeld

Engagierte, junge Menschen – die wünschen sich wohl alle Vereine und Organisationen. Christian Erdmann ist jemand, der etwas bewegen und sich einbringen möchte. Mit ihm hat der Reckenfelder Bürgerverein (Re-Bü-Ve) vor einem Jahr ein engagiertes Neumitglied gewonnen.

Rosemarie Bechtel

Christian Erdmann verbringt mit der Familie viel Zeit am derzeitigen Lieblingsort: „Der Spielplatz ist nah und wir gehen gerne hier hin“. Foto: ros

Aufgewachsen ist der gebürtige Münsteraner im ländlichen Bereich. „In meiner Jugend wuchs ich in der Umgebung von Warendorf auf. Bis zu meinem 13. Lebensjahr wohnten wir in Hoetmar. Die dörfliche Gemeinschaft und dass man sich kennt, fand ich als Kind schön. So ein Leben, wie ich es als Kind kennen gelernt habe, wollte ich auch gerne meinen Kindern bieten.“

Das Ehepaar Erdmann wohnte anfangs in Münster, suchte dann jedoch etwas im „Speckgürtel“ von Münster. „Dann fanden wir 2016 in Reckenfeld ein Haus, das uns gefiel. Das hier ist ein schöner junger Ort, in dem Kinder gut aufwachsen können. Die Freilichtbühne ist nah dabei und zeigt interessante Stücke. Die Infrastruktur ist gut, wir wurden gut aufgenommen und man hat hier die Chance, etwas zu bewirken und mitzugestalten“, zählt Erdmann auf.

Genau das setzt der Softwareentwickler und Projektmanager, der bei Westlotto tätig ist, im Re-Bü-Ve um. „Ich wurde auf den Re-Bü-Ve während einer Bezirksausschusssitzung, an der ich als Zuhörer teilnahm, aufmerksam. Was der Verein dort vorbrachte, bewegte mich dazu, Kontakt aufzunehmen“ berichtet der junge Vater. Am dörflichen Leben ist er interessiert, kam vor zwei Jahren mit Tochter Finja und Ehefrau Barbara zum Weihnachtsbaumschmücken auf den Dorfplatz. Inzwischen wurde Tochter Merle geboren.

Vor einem Jahr wurde Erdmann Mitglied im Re-Bü-Ve. Schon im März 2019 wählte man ihn zum zweiten Vorsitzen. Er gestaltete die Homepage neu und ist auch für den Auftritt bei Facebook verantwortlich.

Die Aktionen, wie „Clean up Reckenfeld“, das Aufstellen der gesponserten Bänke und weitere Aktivitäten, findet er gut. Er würde sich freuen, wenn sich weitere Mitbürger, sehr gerne auch aus seiner Altersgruppe, dem Re-Bü-Ve anschließen würden. „Jeder kann sich einbringen, ich persönlich wollte nicht nur ,Stammtischgespräche‘ führen, sondern etwas bewegen.“

So geht seine Anregung und Bitte auch die Mitbürger, das wertzuschätzen, was engagierte Menschen, wie diejenigen aus dem Re-Bü-Ve und aus anderen Organisationen leisten. „Das ist nicht selbstverständlich. Es ist nicht schön zu sehen, wenn Tische und Bänke beschmiert oder wie aktuell der neu aufgestellte Grenzstein verunziert werden. Auch Müll, der achtlos weg-geworfen wird, muss nicht sein. Man soll den Ort und das Umfeld, in dem man lebt, schätzen.“

Gerne möchte er sich später, wenn seine Kinder (zweieinhalb Jahre und elf Monate) älter sind, noch anderweitig einbringen. Doch erst einmal hat die Familie Vorrang.

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