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Ukraine-Team nimmt im Rathaus Arbeit auf

Jetzt geht es erstmal um Wohnraum

Greven

Die Stadt hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Flüchtlingen aus der Ukraine beschäftigt. Für Bürgermeister Aden ist es wichtig, zunächst Wohnraum zu suchen.

Hilfsaktion für die Ukraine in Greven Foto: Günter Benning

„Die Unterbringung und Begleitung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine hat derzeit höchste Priorität im Rathaus“, erklärte gestern Bürgermeister Dietrich Aden. Er bitte alle Bürger um Verständnis, wenn sich deswegen andere Antragsbearbeitungen verzögern. Aden: „Vor diesem Hintergrund bitte ich darum, nicht auf eigene Faust Menschen aus der Ukraine nach Greven zu bringen. Ohne ein geordnetes Verfahren über die Landeserstaufnahmeeinrichtungen ist es kaum möglich, für eine größere Anzahl von Menschen von jetzt auf gleich Unterkünfte und vielfältige Hilfen in Greven anbieten zu können.“

Am Donnerstag hat das fachdienstübergreifende Team Ukraine der Stadtverwaltung konkrete Maßnahmen in die Wege geleitet, um die dringendsten Herausforderungen, die sich durch den vermehrten Zuzug kriegsvertriebener Menschen aus der Ukraine ergeben, koordiniert zu bewältigen.

Weil bis dato sämtliche Kriegsflüchtlinge privat bei Familienangehörigen oder Freunden untergekommen sind und prinzipiell 90 Tage lang keine Meldepflicht besteht, ist derzeit nur sehr ungefähr bekannt, wie viele Personen in den vergangenen zwei Wochen aus der Ukraine nach Greven gekommen sind, heißt es in einer Pressemitteilung.

180 bis 200 Geflüchtete

Derzeit geht die Stadt von mindestens 180 bis 200 Personen aus. Die Ankommenden sollen sich beim Kreis registrieren lassen, der Kreis schickt dann die Angaben an die Stadt. Die prüfe, wo die Unterstützungsbedarfe liegen. Dafür ist noch am Donnerstag eine Anlaufstelle eingerichtet worden.

Abgefragt wird aber auch schon, ob die erstregistrierten Menschen voraussichtlich länger in Greven bleiben werden, ob also absehbar gegebenenfalls Kinder eine Kita- oder Schulbetreuung brauchen werden.

Allein das Thema Wohnraum sei hochkomplex. Etwa 60 Angebote für Wohnraum, der kurzfristig zur Verfügung gestellt werden könnte, sind bis jetzt bei der Stadt eingegangen. Auf diese Angebote muss nun zunächst im Detail geschaut werden. Denn erst, wenn geklärt ist, welche Art von Wohnraum angeboten wird, können Menschen nach ihren individuellen Anforderungen vermittelt werden.

Vor diesem Hintergrund bittet die Stadt Greven alle privaten Anbieter von Wohnraum um etwas Geduld, bis sie eine Rückmeldung auf ihr Wohnungsangebot erhalten.

Eine weitere Anforderung an die Verwaltung ist die Gewährung von Hilfen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz, die in vielen Fällen schnell fließen müssen. Um alle drängenden Fragen und Herausforderungen schnell bearbeiten zu können, müssen in der Verwaltung Personalkapazitäten freigemacht werden.

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