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Digitale Karrieremesse war ein Publikumsrenner

Jobmenü im Vier-Minuten-Takt

Greven

Karrieremesse digital. Die zweite Auflage erfreute sich großen Zuspruchs.

Von Günter Benning

Mitarbeiter von 22 Unternehmen präsentierten sich in vierminütigen Statements vor der Kamera. Foto: Günter Benning

Ausbildung ist für viele Unternehmen überlebenswichtig. Da muss man Werbung machen. Kein Wunder, dass Denez Leppek von Aldi Greven nicht nur als normaler Ausbildungsreferent firmiert. Er ist nämlich der „Ausbildungsbotschafter.“

Vier Minuten hatte er am Donnerstagnachmittag Zeit, seine Botschaft an rund 230 Schüler zu bringen. Die nahmen online an der Neuauflage der Digitalen Karrieremesse teil, die von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) und dem Team Greven von Christian Müllmann organisiert wurde.

Leppek fasste es kurz: „Ihr müsst den Laden nicht abreißen, aber 120 Prozent geben“, spornt er die künftigen Azubis an. Und: „Ihr habt keine Schwierigkeiten bei uns.“

Bilder von der digitalen Ausbildungsmesse Foto: Günter Benning

22 Unternehmen hatten sich bei dieser Neuauflage der ersten Karrieremesse beteiligt. Für Christian Müllmann waren die 230 Anmeldungen für die Videokonferenz „der absolute Wahnsinn“: „Das Format hat nach der Proto-Veranstaltung großen Zulauf erhalten, darüber freue mich mich sehr.“

Die Bandbreite der beteiligten Unternehmen war so groß wie die Branchenvielfalt in Greven.

Vom etwas trockenen Steuerberater Christian Schöppner (Feddermann & Scheibel), der neuerdings auch ein Duales Studium „BWL und Steuern“ bieten kann. Bis zu Jens Korber von Münsterland Plus, der für den „weltbesten Job“ in der freien Natur warb. Mit seinem eigenen Vorbild: „Meine Ausbildung habe ich mit 16 begonnen – und nie bereut.“

Bilder von der digitalen Ausbildungsmesse Foto: Günter Benning

Natürlich erfordert der Vier-Minuten-Takt, der bei dieser Art von Online-Börsen notwendig ist, eine gewisse technische Routine. Und Showmastertalent, wie das von Carsten Wähning, Altenpfleger am Matthias Claudius Haus in Reckenfeld: „Du planst Pflege, machst Prophylaxe, baust Beziehungen auf“, macht er sein Metier schmackhaft. Und, na klar, „man muss auch mal Leute sauber machen“. Wie mancher andere warb er auch mit den Finanzen: „Wer an seinem freien Tag einspringt, bekommt 60 Euro extra.“

Andere räumten mit möglichen Vorurteilen bei Jugendlichen auf. Zum Beispiel Franka Hallmeyer und Gratea Westmeyer von der Kreissparkasse: „Wir duzen hier alle und haben einen lockeren Dresscode.“

Gelegentlich kämpften die Referenten allerdings auch mit der Technik. Alex Fauler, Erzieher und Gruppenleiter bei Lernen fördern, hatte drei Kids als Hintergrund im Bild. Aber dann klappte es erst mal nicht mit dem Teilen des selbst gemachten Videos.

Bilder von der digitalen Ausbildungsmesse Foto: Günter Benning

Aber sowieso waren die Präsentationen am besten, wenn die Firmen-Mitarbeiter ohne technische Tricks plauderten. Wie Volksbank-Azubi Jannik: „Mein Highlight war die Wertebank in Münster, da ging es um höhere Geldbeträge.“ Und ein Tipp von ihm für die Schüler, die vielleicht noch auf der Jobssuche sind: „Auf die Homepage gehen, drei Klicks, Bewerbung reinschreiben und abschicken.“

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