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Freilichtbühne Reckenfeld

Kinderstück für 2020 abgesagt - Erwachsenenstücke noch offen

Reckenfeld

Nun ging es nicht mehr anders: Das Team der Freilichtbühne hat alle geplanten Aufführungen des Kinderstückes Ritter Rost für dieses Jahr abgesagt, weil die Probenzeit einfach nicht mehr ausreichen würde. Die Erwachsenenstücke könnten frühestens im Juli starten.

Oliver Hengst

Volles Haus: Ob man das in diesem Jahr an der Freilichtbühne Reckenfeld noch erleben wird, ist derzeit offen. Foto: Ulrich Gunka

Lange haben die Aktiven der Freilichtbühne die Entscheidung hinausgezögert. Nun aber gab es keine Alternative mehr: In dieser Saison wird es kein Kinderstück geben. Der eigentliche geplante „Ritter Rost“ entfällt. Grund: Das Stück wäre neu ins Repertoire aufgenommen worden, die im Winter schon begonnenen Proben mussten dann im März jäh unterbrochen werden.

An dem Status hat sich bis heute nichts geändert. „Wir brauchen einfach diese Probenzeit“, erklärt Bühnen-Geschäftsführerin Petra Niepel. Zumal das Kinderstück immer relativ früh in der Saison anlaufe. Der Spielplan sah eigentlich vor, dass „Ritter Rost und die neue Burg“ am 23. Mai erstmals aufgeführt wird. Ein Plan, der angesichts der Umstände auf keinen Fall zu halten ist.

Offen wie es mit den Erwachsenenstücken weitergeht

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Mit der Absage ist zugleich der Beschluss gefasst worden, Ritter Rost im nächsten Jahr aufzuführen. „Wir haben ja schon Vorbereitungen getroffen, etwa Kostüme beschafft oder die Rollenbesetzung vorgenommen“, erklärt Petra Niepel. Wer bereits Karten gekauft hat, kann sich diese erstatten lassen, betont sie. Das Kinderstück steuert sonst immer den Löwenanteil der Besucherzahlen bei.

Noch offen ist wie (und ob) es mit den beiden Erwachsenenstücken weitergeht. Der große Vorteil ist, dass sowohl die „Pension Schöller“ als auch der „Käfig voller Narren“ Wiederaufnahmen des vergangenen Jahres sind. „Da kommen wir mit zwei Wochen Proben aus. Dadurch sind wir sehr flexibel“, sagt die Leiterin der Geschäftsstelle. Dies sei ein sehr großer Vorteil gegenüber anderen Bühnen. Fast alle im näheren und weiteren Umfeld haben bereits die komplette Saison gecancelt – Reckenfeld hat zumindest noch die Chance, dass in diesem Sommer Aufführungen stattfinden. „Das ist abhängig von den Auflagen“, sagt Petra Niepel.

Wie diese Auflagen aussehen könnten ist derzeit allerdings genauso offen wie die Frage nach dem Zeitpunkt, zu dem sich diese Fragen klären werden.

Tag der offenen Tür fällt aus

Intern haben sich die Bühnen-Aktiven eine Frist gesetzt: Bis Ende Juni muss klar sein, ob noch was geht. Bis Mitte September könnte dann gegebenenfalls noch sechs mal die Pension Schöller und fünf Mal der Käfig voller Narren aufgeführt werden. Besser als nichts. Die empfindlichen Einnahmeausfälle könnten so immerhin etwas begrenzt werden.

Klar ist seit längerem, dass der Tag der offenen Bühne auf jeden Fall ausfällt. Dieser findet traditionell an Muttertag statt, am kommenden Sonntag wäre es also soweit. Aber die Corona-Schutzbestimmungen stehen dem Aktionstag entgegen. Besuchermassen, die sich auf dem Gelände aufhalten, sich gar in der Werkstatt, dem Fundus, der Nähstube drängeln – in Zeiten wie diesen undenkbar. Mal ganz abgesehen davon, dass üblicherweise schon erste Ausschnitte aus den eingeprobten Stücke gezeigt werden.

Der Ausfall des Tages der offenen Bühne trifft auch den Förderverein der Bühne, der in diesem Rahmen (und im Umfeld der Aufführungen) üblicherweise Bratwürstchen, Kuchen und Getränke verkauft. „Der Verein wird in diesem Jahr auch starke, finanzielle Einbußen haben“, fürchtet Petra Niepel.

Die Freilichtbühne in Tecklenburg hatte bereits im April die Saison abgesagt.

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