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Notbetreuung: 26 Kinder in fünf Gruppen

Kitas halten trotz Corona Kontakt

Greven

In normalen Zeiten betreuen, erziehen und bilden die vier Kinderlandeinrichtungen in Greven über 350 Kinder von null Jahren bis zur Einschulung. In der momentanen Corona-Zeit ist alles anders. Derzeit werden etwa 26 Kinder in fünf Gruppen in den vier Einrichtungen betreut.

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Lernen fördern betreibt vier Kindertagesstätten in Greven Foto: Peter Beckmann

„Die Notbetreuung mit den erhöhten Hygienemaßnahmen stellt sowohl die Eltern als auch die Kinder und die Mitarbeiter vor neue Herausforderungen“, so Tina Deipenbrock, Einrichtungsleitung aus dem Kinderland Teichstraße.

Bevor die Einrichtung betreten werden kann, werden die Hände desinfiziert. Auch wird auf den Sicherheitsabstand zwischen den Eltern und den Mitarbeitern geachtet. „Vor allem die kleinen Kinder können die Hygienemaßnahmen noch nicht verstehen, hier ist es die Aufgabe der Fachkräfte, den Kindern möglichst kindgerecht neue Maßnahmen zu verdeutlichen“, sagt Lara Stepanek, Einrichtungsleitung im Kinderland Eschstraße.

Zudem sei die Betreuungssituation nicht mit der zu normalen Zeiten vergleichbar. Die Gruppengröße sei deutlich kleiner und auch die Arbeit in altersnahen Gruppen, wie es sonst bei Kinderland üblich ist, wurde aufgrund der Notbetreuung verändert. „Unser Vorteil ist, dass die Öffnung der Gruppen alltäglicher Bestandteil des Konzepts war. So haben sich die Kinder im Außengelände, in der Mensa oder in den Funktionsräumen getroffen. Die Kinder und Mitarbeiter kennen sich untereinander“, sagt Ann- Kathrin Gerdes, Einrichtungsleitung im Kinderland Wilhelm- Busch-Straße.

Auch kommen viele Kinder zu unregelmäßigen Zeiten in die Einrichtung, da die Notbetreuung nur für die Arbeitszeit der Elternteile in systemrelevanten Berufen gilt. „Dennoch versuchen wir den Alltag so normal wie möglich zu gestalten, um den Kindern in dieser unsicheren Zeit etwas Sicherheit und Struktur zu bieten“, so Julia Kattmann, Einrichtungsleitung im Kinderland Overmannstraße.

Welche Kinder in die Notbetreuung aufgenommen werden, genehmigt das Jugendamt. Eltern, die in systemrelevanten Berufen unabkömmlich sind, können einen Antrag stellen, sofern sie keine anderen Möglichkeiten haben, ihre Kinder zuhause zu betreuen.

Derzeit werden die Kinder nicht wie gewohnt immer von ihren Bezugserziehern betreut. Das Team wurde in zwei Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen wechseln wöchentlich. Zudem ist nur eine geringe Anzahl an Mitarbeitern Vorort, die in der Kinderbetreuung eingesetzt sind. Die anderen Mitarbeiter stehen auf Abruf, oder befinden sich im Home Office. „Die Mitarbeiter im Home Office schreiben Dokumentationen oder Lerngeschichten der Kinder und bereiten bevorstehende Projekte vor“, so Ann-Kathrin Gerdes, Kinderland Wilhelm-Busch-Straße.

Um den Kontakt zu den Familien, die nicht in der Notbetreuung sind, nicht zu verlieren, finden Telefongespräche statt. „Die Mitarbeiter rufen jede Familie an und erkundigen sich, wie es ihnen geht. So können eventuelle Unklarheiten besprochen werden. Auch die Kinder freuen sich über die Anrufe ihrer Erzieherinnen“, sagt Tina Deipenbrock, Einrichtungsleitung Kinderland Teichstraße.

Zudem haben die Teams der Einrichtungen Ideen entwickelt, um den Familien die lange Zeit etwas zu verschönern. „Wir haben Bastelideen, Backrezepte, Internetseiten für Kinder oder auch Lieder und Spiele in den internen Bereich auf unserer Homepage hochgeladen. Die Eltern können diese Ideen einsehen und mit ihren Kindern bearbeiten. Uns wurden bereits viele tolle Bilder der Kinder zugeschickt, auf denen sie mit viel Freude basteln oder backen.“ Sagt Julia Kattmann, Einrichtungsleitung im Kinderland Overmannstraße.

Aus diesen eingesendeten Fotos entsteht nachher eine Ausstellung in der Einrichtung. Vor allem die Bezugserzieher freuen sich über die Bilder ihrer Schützlinge, die sehr vermisst werden.

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