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Nitrat im Trinkwasser

Klares Wasser

Greven

Andernorts wird über zu viel Nitrat im Trinkwasser gestöhnt. In Greven ist aber noch alles gut.

Erhard Kurlemann

Andrea Lüke  Foto: Björn Meyer

Trinkwasser könnte in vielen Regionen Deutschlands in Zukunft spürbar teurer werden. Grund ist die hohe Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Darauf hat das Umweltbundesamt (UBA) jetzt in einer Mitteilung hingewiesen (wir berichteten).

Andrea Lüke, Geschäftsführerin der Stadtwerke, betont auf Nachfrage: „Wir brauchen uns mit unserem Wasser, auch was Nitratwerte angeht, nicht zu verstecken.“

Der aktuelle Nitratwert, festgestellt in der jüngsten umfassenden Trinkwasseranalyse vom Juni 2016, liege bei unter fünf Milligramm (mg) pro Liter (l) und damit weit unter dem aktuell gültigen Grenzwert von 50 mg/l. „Natürlich spüren auch wir, dass das Münsterland eine Region mit intensiver Landwirtschaft ist. Aber das Problem der extrem hohen Nitratwerte, die in verschiedenen Regionen im Bundesgebiet zu Tage tritt, haben wir so nicht“, so An­drea Lüke.

Die Geschäftsführerin erneuert ihre Meinung zu dem „immer aktuellen Thema“. Den Grund sehen die Stadtwerke unter anderem auch in der intensiven Kooperation mit der Landwirtschaft, die schon seit Jahren zu guten Ergebnissen führe. 30 Landwirte, die Flächen innerhalb der Wasserschutzgebiete bewirtschaften, hätten sich verpflichtet, mit den Stadtwerken zusammenzuarbeiten und kontrolliert zu düngen sowie die Flächen entsprechend umweltverträglich zu bewirtschaften.

Andrea Lüke: „Diese Kooperation funktioniert“. Darüber hinaus treffen sich die Landwirte und die Vertreter der Stadtwerke regelmäßig, um Gespräche zu führen.

„Wasser ist ein Lebensmittel, das eine hohe Qualität erfordert“. Dieser Herausforderung seien sich die Stadtwerke und die beteiligten Landwirte bewusst.

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