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Gelände der ehemaligen Raiffeisen ist geräumt

Kleine Schritte für große Bauten

Greven

Die Mühlen der Politik mahlen langsam. Immerhin: Jetzt gilt das ehemalige Raiffeisengelände an der Gutenbergstraße als Wohngebiet im Regionalplan.

Der Boden ist aufbereitet, eine Abbruchfirma aus Ibbenbüren hat das Raiffeisen-Gelände für die geplante Neubebauung mit drei Häuserriegeln und 114 neuen Wohnungen vorbereitet. Foto: Günter Benning

Noch immer arbeiten die Bagger der Ibbenbürener Firma Woitzel auf der Fläche des ehemaligen Raiffeisen-Standortes an der Gutenbergstraße. Boden wurde abgefahren, Beton zerkleinert. Bald wird die Fläche baureif sein.

Aber das Bebauungsplanverfahren für die dort vorgesehen Wohnungen zieht sich noch hin. „Im Dezember ist immerhin ein wichtiger Schritt gemacht worden“, sagt Marco Scheil, Fachdienstleiter für Stadtplanung im Grevener Rathaus.

Bisher galt das Gelände, auf dem sich das Futtermittellager der Raiffeisen befand, das zur Straße Up‘n Nien Esch umgesiedelt wurde, noch als Industrie- und Gewerbegebiet. So steht es jedenfalls im Regionalplan. Nun hat der Regionalrat beschlossen, von diesem Plan abzuweichen. „Endlich“, kommentiert Scheil. Verfahren wie diese können sich schon mal ein Jahr hinziehen.

Aktuell ist das Coesfelder Büro Wolters und Partner mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes beschäftigt, für dessen Kosten der Bauherr aufkommt.

„Es fehlt uns noch ein Schallgutachten“, sagt Stadtplaner Carsten Lang. Wegen der Nähe des Geländes zur Bahn und zur Nordwalder Straße sei das „nicht ganz unproblematisch“. Wann der B-Plan spruchreif sein kann, mag der Coesfelder Planer jetzt noch nicht sagen, das sei „Kaffeesatzleserei“.

Schon 2020 waren im Grevener Ausschuss für Stadtplanung zwei verschiedene Entwürfe für das Gelände vorgestellt worden, die vom renommierten münsterischen Architekturbüro Bolles & Wilson stammten.

Von 114 neuen Wohnungen war damals die Rede, in drei Riegeln errichtet und zwar schon so gelagert, dass Lärmschutzgesichtspunkte berücksichtigt wurden. 40 dieser Wohnungen sollen sozial geförderter Wohnraum sein.

In den vergangenen Monaten wurden die Reste der Raiffeisengebäude von der Entsorgungsfirma aus Ibbenbüren abgerissen, zerkleinert und abgefahren. Im Dezember 2020 hatte es auf dem verlassenen Gelände auch noch gebrannt. Eine ehemalige Lagerhalle von 400 Quadratmeter Größe war dabei in Flammen aufgegangen.

Die künftigen Gebäude auf dem Raiffeisengelände bilden den Kern eines neuen Viertels links der Ems. Gegenüber plant der Bestatter Detlef Venschott mit dem Grevener Architekturbüro Schlüter ein Terrassen-Gebäude mit Geschäftsräumen und neun Wohnungen.

Und für die gegenüberliegende Seite der Nordwalder Straße wurden Ende des vergangenen Jahres Pläne eines Emsdettener Investors für einen großen Wohn- und Geschäftskomplex vorgestellt, der sich zwischen dem ehemaligen Raiffeisenmarkt und dem Emsdeich hinziehen wird. Wenn die Bauleitplanung zügig verläuft, könnte schon in diesem Jahr mit einem der Gebäude begonnen werden.

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