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Ausstellung von Klaus Möllers eröffnet

Kompositionen zum Einfühlen

Greven

Für eine „Wiedereröffnung“ in Pandemiezeiten hat sich der Kunstverein dem Werk des bekannten Klaus Möllers gewidmet. Der in Essen geborene und in Münster lebende Künstler besitzt in der internationalen Kunstszene großes Ansehen, hat wichtige Impulse für sein künstlerisches Schaffen auch während seiner Jahre in New York erhalten.

„Alles klar? Malerei auf Papier“: Stephan Kube, Vorsitzender des Kunstvereins, stellte den Künstler Klaus Möllers bei dessen Ausstellungseröffnung am Freitag vor. Foto: Axel Engels

Endlich wieder eine Ausstellungseröffnung im ehrwürdigen Gebäude des Kunstvereins Greven – darauf hatten die Liebhaber exquisiter Kunst lange warten müssen. Nach der viel beachteten Präsentation der Bilder von Gan Erdene Tsend hatte der Kunstverein im vergangenen Jahr „schließen“ müssen, selbst die traditionelle Präsentation des Leistungskurses Kunst des Gymnasiums Augustinianum musste mit einer abendlichen „Schaufenster-Ausstellung“ neue Wege gehen.

Stephan Kube, umtriebiger Vorsitzender des Kunstvereins, merkte man die Freude an der persönlichen Begegnung mit den vielen Besuchern an. Für diese „Wiedereröffnung“ in Pandemiezeiten hatte sich der Kunstverein dem Werk des bekannten Klaus Möllers gewidmet. Der in Essen geborene und in Münster lebende Künstler Klaus Möllers besitzt in der internationalen Kunstszene großes Ansehen, hat wichtige Impulse für sein künstlerisches Schaffen auch während seiner Jahre in New York erhalten. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen zeugen davon und mit „Alles klar? Malerei auf Papier“ bietet sich ein feinsinniger Einblick in sein Denken und Fühlen.

Sympathie und gegenseitige Wertschätzung verbinden den Kunstverein mit diesem charismatischen Künstler und so war die Einführungsrede von Stephan Kube glücklicherweise nicht von kunsthistorischer Art. Er gab – mit kleinen Anekdoten bereichert – einen kurzen Abriss der Geschichte des Kunstvereins. Seine Vorstellung des Künstlers wirkte dann eher wie eine unterhaltsame Plauderei unter Freunden. Klaus Möllers hat unter dem Titel „Alles klar? Malerei auf Papier“ eine feinsinnige und vielschichtige Ausstellung zusammengestellt, die einen tiefen Einblick in sein künstlerisches Denken und Schaffen bietet. Denn alles klar ist bei ihm eigentlich nichts, dies ist wohl eher als Aufforderung zum eigenen Einfinden in seine Welt zu verstehen. Denn auch wenn seine Bilder dem Charakter nach einem Stillleben ähneln, so ist dies sicherlich nicht im klassischen Sinne aufzufassen. Er ordnet in seinen Bildern Dinge aus unterschiedlichen Bereichen an, setzt sie in eine dynamische Beziehung und aus banalen Alltagsgegenständen wird eine zum Mitdenken und Einfühlen anregende Komposition. Neue Inhalte beziehungsweise Aussagen entstehen dadurch, und jedes einzelne Bild erzählt in Wechselwirkung mit dem Betrachter seine „eigene“ Geschichte.

Die Besucher konnten jeweils in kleinen Gruppen dann die teils filigran gemalten Bilder auf sich wirken lassen, sich danach mit Klaus Möllers austauschen. Der gut edierte Katalog zur Ausstellung wurde gegen eine kleine Spende an den Kunstverein von Klaus Möllers signiert, so dass man auch im Nachhinein sich weiter mit seinen Werken beschäftigen kann.

Die Ausstellung geht noch bis zum 27. Juni. Zu den üblichen Öffnungszeiten des Kunstvereins (samstags von 11 bis 14 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr) kann sie besucht werden. Zusätzliche Öffnungszeiten sind nach Anmeldung unter info@kunstverein-greven.de oder unter

 02571-98082 sind möglich.

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