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Fastenbrechen beim WeBiKul

Ministerin zu Besuch

Greven

Ehrengast Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sieht den Schlüssel zur Integration in der Bildung. Sie war zum muslimischen Fastenbrechen in Greven.

Franziska Gähr

Anja Karliczek, Bundesbildungsministerin, interessierte sich für die Ebru Kunst, bei der mit Farben auf der Wasseroberfläche gearbeitet wird. Foto: Franziska Gähr

Unter dem Motto „Essen verbindet!“ stand das dritte gemeinsame Fastenbrechen im Westfälischen Bildungs- und Kulturzentrum in Greven. Ehrengast Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sieht den Schlüssel zur Integration in der Bildung: „Bildung bedeutet nicht nur die Sprache des Gegenübers zu verstehen, sondern auch seine Kultur und seine Herkunft.“ Sie sei überzeugt, dass ein friedlicher und rücksichtsvoller Umgang miteinander die Gesellschaft voranbringe.

Für Muslime hat die Zeit des Fastens in der vergangenen Woche begonnen. Während des Ramadan dürfen die Gläubigen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder essen noch trinken.

Das Westfälische Bildungs- und Kulturzentrum lud Menschen, unabhängig von ihrer Religion, zum gemeinsamen Fastenbrechen ein. Auch Vertreter aus Grevens Stadtverwaltung und Politik nahmen an diesem Austausch der Kulturen teil.

„Sie zeigen Interesse an unserer Kultur und damit auch an der Entwicklung der Gesellschaft“, freut sich Özcan Yüceer, Vorstandsvorsitzender des Vereins. „Der Ramadan ist für uns eine Zeit der Begegnung, des Miteinanders und des Dialogs.“

„Fehlendes Wissen über fremde Kulturen führt schnell zu Vorurteilen“, ergänzt Yüceer. Die Gründe, warum Muslime fasten, seien vielfältig. Dr. Hakan Payyu informiert die Gäste in seinem Vortrag über spirituelle, soziale und körperliche Aspekte des Fastens.

Der „kluge Verzicht“, wie Dr. Payyu erklärt, könne sich nach neuesten Studien positiv auf die Gesundheit auswirken. „Der Körper beginnt einen inneren Reinigungsprozess.“ Das gelte nicht für Kinder, Schwangere oder Kranke. Sie sind von den strengen Fastenregeln befreit.

Der Abend wurde begleitet von orientalischen Klängen der Musikgruppe Beyaz. Zudem wurde ein Schattentheater aufgeführt, bevor dann alle beteten. Nach Sonnenuntergang konnten sich die Gäste der verschiedenen Religionen am reichhaltigen Buffet bedienen. Das Fastenbrechen wird in muslimischen Familien im Ramadan regelmäßig zelebriert. In Greven fand es nun zum dritten Mal statt und wird in Zukunft auch weiterhin fester Bestandteil im Terminkalender des Westfälischen Bildungs- und Kulturzentrums bleiben.

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