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Ausbildung zur Pastoralreferentin 

Mit 38 Jahren in eine neue Berufswelt starten

Saerbeck

Janine Berger hat sie sich entschlossen, mit 38 Jahren beruflich etwas Neues zu beginnen. Seit kurzem macht sie in der Grevener Pfarrei St. Martinus eine Ausbildung zur Pastoralreferentin – und verstärkt somit für die kommenden vier Jahre das Seelsorgeteam vor Ort.

Janine Berger macht in der Grevener Pfarrei St. Martinus eine Ausbildung zur Pastoralreferentin. Foto: Ann-Christin Ladermann

Mit 38 Jahren beruflich Neues beginnen, dazu hat sich Janine Berger entschlossen. Seit kurzem macht sie in der Grevener Pfarrei St. Martinus eine Ausbildung zur Pastoralreferentin – und verstärkt somit für die kommenden vier Jahre das Seelsorgeteam vor Ort.

Gebürtig stammt Janine Berger aus dem Kreis Recklinghausen, seit einigen Jahren schon lebt sie mit ihrer 16-jährigen Tochter in Saerbeck, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums Münster.

Werdegang 

Nach dem Studium der Sozialen Arbeit an der Universität in Duisburg-Essen hat sie in unterschiedlichen Bereichen der Sozialarbeit, Menschen – von Kindern bis hin zu Senioren – in ganz vielfältigen Lebenssituationen begleitet: „Ich war bei kommunalen Trägern in der Schulsozialarbeit, den Amtsvormundschaften und der Betreuungsstelle tätig und habe in den vergangenen drei Jahren arbeitslose Menschen bei der Entwicklung neuer Berufs- und Lebensperspektiven unterstützt.“

Schon als Jugendliche war Janine Berger in ihrer Heimatpfarrei als Betreuerin im Ameland-Ferienlager, bei der Sternsingeraktion sowie in der Erstkommunion- und Firmkatechese aktiv: „Große Freude hat mir besonders der liturgische Dienst als Lektorin, Kommunionhelferin und Messdienerin gemacht.“

Diese Freude, auch an den Wortgottesdiensten, die sie im Saerbecker Seniorenzentrum als Mitglied des zuständigen Arbeitskreises von St. Georg regelmäßig mit den Bewohnerinnen und Bewohnern feiert, hat dazu geführt, „dass ich eine tiefere Sehnsucht nach Glauben und theologischem Wissen zunehmend in mir verspürt habe“.

Ausbildungsangebot

Im März vergangenen Jahres wurde Janine Berger bei einer Infoveranstaltung auf das Ausbildungsangebot für Pastoralreferentinnen und -referenten aufmerksam. Nach Gesprächen mit den dortigen Verantwortlichen, Rückmeldungen aus dem Kreis der Familie und der Freunde sowie dem ehemaligen Saerbecker Pfarrer stand ihr Entschluss fest: „Ich will die Herausforderung wagen und die praxisbegleitende Ausbildung zur Pastoralreferentin absolvieren.“

Dabei vertraut sie auf Gottes Beistand, sagt sie, und die Unterstützung durch die Kolleginnen und Kollegen in St. Martinus, den Dozenten des Würzburger Fernkurses und dem Team des Institutes für Diakonat und pastorale Dienste (IDP): „Ich schaue zuversichtlich auf die kommenden vier Jahre der Ausbildungszeit.“

Glauben bedeutet Janine Berger, sich in einem stetigen Prozess zu befinden und sich auf die Dynamik einzulassen: „Momente des Zweifelns und Augenblicke des Suchens gehören für mich dazu. Denn im Nachhinein betrachtet waren es vielmehr Momente des Wachsens.“

Auf diese Momente habe sie sich mit Kopf, Herz und Bauch eingelassen und so Antworten gefunden. Die Antwort des blinden Bartimäus „Rabbuni, ich möchte sehen können“ auf die Frage Jesu: „Was willst du, dass ich dir tue?“ war und ist ihr ein leitendes Wort. Mit offenen Augen hinsehen, wahrnehmen, begegnen, sich auf das einlassen, was Gott ihr aufzeigt, im vermeintlich Unscheinbaren das Göttliche erspähen, in Gemeinschaft die Augen auf das Fundament des Glaubens richten, „das sind nur einige Aspekte von dem, was Glauben für mich bedeutet“.

Und noch etwas ist Janine Berger wichtig: „Die Frage Jesu ,Was willst du, dass ich dir tue?` möchte ich als gläubige Christin auch den Menschen stellen.

Gemeinsam Antworten auf diese Frage zu finden, Gottes Geschenk der (Nächsten-)Liebe und Schöpfung miteinander zu teilen, ist ein Glaubenszeugnis, das ich als hauptamtliche pastorale Mitarbeiterin leben möchte.“

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