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KI hat in der Corona-Zeit gespart

Neuer Schwung und große Namen

Greven

Seit dem Sommer gibt die Kulturinitiative (KI) wieder Vollgas. Corona konform gab es vor allem in der Gut-Wetter-Phase August und September diverse Open-Air-Veranstaltungen.

Von -res-

Das Ballenlager diente in Corona-Zeit auch schon mal als Protestfläche für die Veranstaltungsbranche. Jetzt lädt die KI wieder Stars wie Heinz Rudolf Kunze, den Tatort-Gerichtsmediziner Joe Bausch und den norwegischen Jazz-Allrounder Jan Garbarek ein. Foto: gap, dpa

Auch das vermag Corona: weil wegen des Lockdowns reihenweise Veranstaltungen im Herbst 2020 und Frühjahr 2021 abgesagt werden mussten, füllten sich die Kassen der Kulturinitiative zeitweise. „Kulturveranstaltungen sind halt zumeist nicht kostendeckend“, erläuterte Peter Hamelmann, Mitglied des geschäftsführenden KI-Vorstand-Trios die paradoxe Situation im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins. Jede Veranstaltung, die nicht stattfinde, spare also. Dass genau dies aber nicht das Ziel der KI sei, machten die beiden Co-Vorstands-Mitglieder Werner Jacobs und Ulrich Reske während der gut besuchten im Gasthaus Zum Goldenen Stern deutlich.

Folgerichtig: Seit dem Sommer gibt die KI wieder Vollgas. Corona konform gab es vor allem in der Gut-Wetter-Phase August und September diverse Open-Air-Veranstaltungen. „Vor allem der GBS-Hof“, so Reske und Jacobs, habe seine praktische und atmosphärische Tauglichkeit unter Beweis gestellt. Sollten die Veranstaltung bis zum Jahresende wie geplant durchgeführt werden, hieß es dann über 20 Mal auf den Bühnen: „KI proudly presents….“ Diese Veranstaltungs-Fülle konnte auch nur dank des engagierten Helferteams um Günther Hill geschultert werden.

Neben Corona grätschte übrigens auch der Papst ins Programm. Er beorderte nämlich den Vatikan-Journalisten Andreas Englisch just zu dem Zeitpunkt als er eigentlich in Greven referieren sollte nach Rom. Jetzt versucht´s die KI neuerlich im März des kommenden Jahres.

Erstes Ems-Jazz-Festival geplant

Aufs kommende Jahr richtete der KI-Vorstand dann vor allem den Blick der Mitglieder an diesem Abend. Neben vielseitigen Veranstaltungen vom Tatort-Gerichtsmediziner Joe Bausch über Deutschlands wohl bekanntester Soft-Rock-Röhre Heinz Rudolf Kunze bis zu dem virtuos-clownesken Duo Gogol & Mäx steuert die Kulturinitiative mit voller Kraft auf ein Leuchtturmprojekt zu: Vom 8. bis zum 11. September findet das erste Ems-Jazz-Festival statt - auserlesene Konzerte an vier Tagen. Mit dabei auch der norwegische Weltstar Jan Garbarek, der mit seiner Band im Ballenlager aufspielt.

Vieles wird die Kulturinitiative künftig auch in Kooperation veranstalten. Gelebte Praxis etwa das Münsterland-Festival, bei dem der Veranstaltungsort Greven seit vielen Jahren fester Bestandteil ist. Ein jüngeres Publikum anzusprechen, ist auch Ziel der angebahnten Kooperation mit der Abenteuerkiste. „Da wollen beide Seiten Synergien nutzen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung des KI-Vorstands.

Als einen „unglaublichen Erfolg“ wertet das KI-Trio auch die Treue der Sponsoren, die trotz der Veranstaltungs-Ausfälle nicht von ihrer Förderung zurückgetreten sind. Dank galt aber auch den Mitgliedern, deren Stamm sich in schweren Zeiten noch einmal um zehn Prozent auf jetzt 320 Mitglieder vergrößert hat. Last but not least zeigte sich der KI-Vorstand auch zufrieden mit der städtischen Sicht auf die KI-Arbeit. Konsequenz: Der Jahreszuschuss wurde deutlich erhöht.

Die insgesamt positive Bilanz honorierten die Mitglieder mit der einstimmigen Entlastung.

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