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„Unser Greven“ spricht mit Anliegern der Minnebuschsiedlung

„Ökologisch wertvolle Fläche“

Greven

Unser Greven sprach mit Anliegern der Minnebuschsiedlung. Ihnen, so heißt es, gehe es um den Erhalt der ökologischen Wiesenfläche an der Stettiner Straße.

wn

Wiesengrundstück in der Minnebuschsiedlung. Foto: Unser Greven

Die drei Ratsmitglieder von „...unser Greven“ sprachen jetzt mit Anwohnern der Minnebuschsiedlung. Es ging, so eine Pressemitteilung der Wählergemeinschaft, um einen Austausch von Sachargumenten über die Verlagerung der Wohncontainer von der Nordwalder Straße zu einem städtischen Wiesengrundstück in der Stettiner Straße.

Anja Kaiser, direkte Anwohnerin an dem Wiesengrundstück, erklärte, für die Aufstellung der Wohncontainer sei eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Dieser Plan werde auch nach dem Abbau der Wohncontainer Bestand haben: „Auf dem Wiesengrundstück könnte dann ein mehrstöckiges Mehrfamilienhaus entstehen und wir Anwohner hätten keine Handhabe, etwas dagegen zu unternehmen.“ Der Fußweg an der Wiese könnte infolge der Bebauung auch zur Straße ausgebaut werden. „Diese Fläche macht die Siedlung aus. Eine Bebauung kann für uns nicht infrage kommen“, so Anja Kaiser.

„Es geht hier auch um eine für das Wohngebiet ökologisch wertvolle städtische Fläche, die dringend erhalten werden muss. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels ist die Erhaltung von Grünflächen in den Wohngebieten erforderlich und nicht deren Versiegelung“, führt Ulrich Stratmann, Vorsitzender der Wählergemeinschaft „UnserGreven“, laut Mitteilung aus.

Eine andere Nachbarin argumentierte, dass es sich bei dem Wiesengrundstück um eine Naherholungsfläche handelt, unter der sich eine Zisterne zur Regulierung des Grundwasserspiegels befindet. Darüber hinaus dient die Fläche den Anwohnern als Raum für soziale Kontakte, zur Freizeitgestaltung und gemeinsamen Veranstaltungen der Siedlergemeinschaft.

Martinus Benning, Geschäftsführer von „UnserGreven“, bemängelt die Kommunikation von Seiten der Stadtverwaltung: „Die Anwohner wurden im Vorfeld überhaupt nicht angesprochen. Hier wurde versucht, Fakten über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg zu schaffen“.

In der Diskussion wurde auch die Frage erörtert, weshalb überhaupt ein neuer Standort eingerichtet werden muss. So existiere bereits in der Wentruper Mark eine entsprechende Wohnsiedlung auf städtischem Grund, die auch erweitert werden könnte. Die Infrastruktur und eine Freizeit- und Sportanlage sei dort für die Bewohner bereits vorhanden. Außerdem sei ein in etwa 500 Meter Entfernung befindlicher Verbrauchermarkt fußläufig über einen beleuchteten und ausgebauten Wirtschaftsweg gut zu erreichen.

„Wir brauchen ein Konzept, in dem die Vorgehensweisen für geplante künftige Wohncontainersiedlungen festgeschrieben werden. Dieses Konzept muss öffentlich diskutiert werden. Nur so kann eine Akzeptanz hergestellt werden“, so Markus Ahlert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

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