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Mögliche Standorte für Wohnbebauung in Reckenfeld

Ortsmitte plus zwei Optionen

Reckenfeld

Die Zeiten, in denen das Bauland in Reckenfeld knapp war (und ist), dürften bald ein Ende haben. Denn an mehreren Stellen im Ort gibt es konkrete Planungen oder zumindest Optionen auf neues Bauland.

Oliver Hengst

Die Sportflächen in der Ortsmitte werden bald frei und dann bebaut. Für den jetzigen Aldi-Standort (kleines Bild) ist ebenfalls Wohnbebauung denkbar. Foto: Oliver Hengst

Am weitesten ist das Vorhaben Ortsmitte gediehen. Der nahende Umzug des SC Reckenfeld schafft Platz für Wohnbebauung auf den bisherigen Sportplätzen. Doch bis hier tatsächlich gebaut und gewohnt werden kann, wird noch etwas Zeit verstreichen. „Den Bebauungsplan werden wir sicher nicht vor Mitte nächsten Jahres fertig haben“, sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer in dieser Woche im Bezirksausschuss Reckenfeld. „Das wird ein gewaltiges Projekt. Das können wir nicht mal so eben machen.“ Städtebaulich sei der Siegerentwurf „super, aber genau das, was wir daran so toll finden, ist schwierig in der Umsetzung im Bebauungsplan. Aber das war uns glaube ich allen klar. Es soll ja auch etwas besonderes werden.“

Durch den Umzug des Aldi-Marktes (das Unternehmen will in der Ortsmitte neben Edeka neu bauen) wird an der Emsdettener Straße in absehbarer Zeit ebenfalls ein Areal frei. Auch für dieses ist Wohnbebauung denkbar, wenngleich es hier noch keine konkreten Pläne gibt. Aber die Stadt hat die Fläche natürlich auf dem Schirm. „Wohnbebauung macht da Sinn“, sagt Bürgermeister Peter Vennemeyer zu der Fläche, die allerdings nicht der Stadt gehört. Vennemeyer rechnete in der Sitzung gar schon vor, dass auf der an einen Investor verkauften Fläche möglicherweise rund 40 bis 50 Wohneinheiten entstehen könnten.

An einer weiteren zentralen Stelle sind die Pläne offensichtlich schon ausgereifter. Das ehemalige Schlick-Gelände an der Grevener Landstraße soll ebenfalls überplant werden. „Da kommt Wohnbebauung hin. Das ist hier ja schon beschlossen worden“, sagte der Verwaltungschef im Ausschuss. Nach Informationen unserer Zeitung soll sich der Gestaltungsbeirat bereits mit konkreten Entwürfen beschäftigt haben.

Das Areal, auf dem früher das Unternehmen SLF (Schlick-Nachfolgeunternehmen) ansässig war, wird seit dem Umzug des Betriebes nach Emsdetten nur noch teilweise genutzt und ist in Privatbesitz.

Bei der Vergabe der Bauplätze insbesondere in der Ortsmitte wünscht sich die CDU Reckenfeld Regelungen, die auch die Belange der Reckenfelder Bürger berücksichtigt. Die Christdemokraten wollen mit den Antrag „verhindern, dass sich ein Investor mit Grundstücken bevorratet und die Preise hochtreibt“, erläuterte Anika Stöcker von der CDU Reckenfeld. Dafür müssten Kriterien zur Baulandvergabe aufgestellt werden.

„Wir sind da dran“, sagte Vennemeyer dazu. „Ich schätze, dass wir bis Jahresende verwaltungsintern entsprechende Kriterien festgelegt haben.“ Diese würden dann allerdings nicht exklusiv für die Reckenfelder Ortsmitte gelten, sondern für alle Grevener Baugebiete, sofern die Stadt sie vermarkte. Als denkbare Kriterien nannte Vennemeyer beispielsweise Familienstand, Kinderzahl, derzeitiger Wohnort und -dauer, Arbeitsort, Einkommenssituation, ehrenamtliches Engagement, Schwerbehinderung und gegebenenfalls noch weitere Aspekte.

Im ersten Quartal kommenden Jahres soll der Kriterienkatalog zur Abstimmung in die politischen Gremien gebracht werden.

Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) war angesichts der Auskunft, dass so etwas auf den Weg gebracht ist, „sehr froh. Das ist überfällig.“

Auch Anika Stöcker ist zufrieden: Ziel des Vorschlages sei es, „dass die Ortsansässigen auch zum Zuge kommen.“

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