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Arau Immobilien und Caritas unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Pakt gegen Wohnungslosigkeit

Greven

Wohnungslosigkeit soll vermieden werden. Caritas und Arau Immobilien haben deshalb jetzt eine Kooperation vereinbart.

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Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung gegen Wohnungslosigkeit: Philipp Wimber von der Arau Immobilien GmbH (rechts) und Doris Abeler, Vorstand des Caritasverbands. Foto: Caritas

Greven. Die Wohnungsnotfallhilfe beim Caritasverband Emsdetten-Greven und die Arau Immobilien GmbH gehen eine Kooperation ein. Beide Partner „tragen gemeinsam und einvernehmlich zu dem Projekt ,Vermeidung von Wohnungslosigkeit´ bei“, heißt es in der Vereinbarung, die jetzt Philipp Wimber für Arau und Doris Abeler für den Vorstand des Caritasverbands unterzeichnet haben.

„Es ist uns ein großes Anliegen, mit der Immobilienwirtschaft gut in Kontakt zu kommen“, erklärte Doris Abeler im Caritas-Haus an der Kirchstraße. „Mit dieser Kooperation entsteht für uns mehr Sicherheit für die Zukunft von Mietverhältnissen“, benannte Philipp Wimber den handfesten Vorteil, den die Caritas bieten kann. Man trage gemeinsam soziale Verantwortung.

Der Arau-Geschäftsführer sagte, er könne „nur jeden anderen Vermieter oder Wohnungsverwalter ermutigen, das Projekt Wohnungsnotfallhilfe zu unterstützen“ und schlug die Gründung eines Runden Tisches für Greven vor. Für Eigentümer seien die durchgehende Vermietung und geordnete Verhältnisse in den Fluren und Wohnungen wichtig. Dazu leiste die neue Kooperation einen Beitrag, heißt es in einer Pressemitteilung

Die Kooperationspartner „sehen sich in der gemeinsamen Verantwortung, Menschen in Wohnungsnotfällen auf der Suche nach geeignetem Wohnraum sowie dessen Erhalt zu unterstützen“, heißt es im ersten Satz der Vereinbarung. Der Schwerpunkt wird dabei auf vorbeugende Unterstützung und frühzeitige Hilfe gelegt. Darüber hinaus geht es um Wohnraumvermittlung auch für Menschen, bei denen Hemmnisse im Weg stehen.

Konkret erklärte Helmut Henrich, Fachbereichsleiter im Caritasverband, den Inhalt der Kooperation so: „Wenn sie als Immobilienverwaltung Mietprobleme kommen sehen und uns rufen, tragen wir unsere Kompetenz in der Sozialarbeit zur Lösung bei.“

Die Zusammenarbeit diene dem Unternehmen, indem Verhältnisse stabilisiert werden können. Und sie diene den Menschen, deren Wohnraum gesichert oder vermitteln werden könne. Ihre Wirkung entfalten könne die Kooperation zum Beispiel bei Mietschulden oder anderen Pflichtverletzungen, aber auch bei der Neubelegung von Wohnungen, so Helmut Henrich. „Wir setzen auf ein gutes Miteinander gegen Wohnungslosigkeit, zu dem aber die Mieter ihr Teil beitragen müssen.“

Zustande gekommen ist die Zusammenarbeit bereits in der Arbeitsgemeinschaft WLL im Hansaviertel. Dort treffen sich regelmäßig Eigentümer, Hausverwaltungen und soziale Akteure. Und dort läuft schon länger die Zusammenarbeit zwischen Lea Kurth und Philipp Wimber von Arau.

Erfolgreiche gemeinsame Projekte innerhalb der Arbeitsgemeinschaft werden nun um die Kooperation gegen Wohnungslosigkeit erweitert.

„Als Immobilienverwaltung vor Ort, die die Betroffenheiten der Menschen kennt, haben wir die Ziele dieser Kooperation immer schon gelebt“, sagte Philipp Wimber. Gemeinsam mit Helmut Henrich hofft er auf weitere Akteure der Wohnungswirtschaft, Unternehmen wie Privatvermieter, die sich der Zusammenarbeit anschließen.

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