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Bau- und Betriebshofes der Technischen Betriebe

Platzmangel und Provisorien ade

Greven

Die Hallen stehen schon. Der neue Bauhof bringt den Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen. Wie sich der Bau entwickelt konnte der Betriebsausschuss besichtigen.

Von Oliver Hengst

Das Verwaltungsgebäude rot geklinkert, die Hallen in funktionalem Grau - und alles so dimensioniert, das Platznot und manches Provisorium bald der Vergangenheit angehören dürften. Foto: Oliver Hengst

6,5 Millionen Euro – das ist schon eine Menge Geld. Aber dafür bekommt man auch eine Menge. Zum Beispiel einen niegelnagelneuen Bau- und Betriebshof mit vier Hallen und einem Verwaltungsgebäude. Der entsteht gerade an der Straße „Up‘n Nien Esch“.

Und deren Mitarbeiter: bekommen dort hervorragende Arbeitsbedingungen. Viele Behelfslösungen dürften bald der Vergangenheit angehören.

Beispiel: Reparaturen am eigenen Fuhrpark. „Wir haben unheimlich viele Fahrzeuge für Reparaturen zu externen Firmen bringen müssen, weil uns am Strandort die Möglichkeiten fehlen. Und hier haben wir uns die Möglichkeiten jetzt geschaffen“, sagt Thomas Buschkamp und blickt in das, was mal die Fahrzeugwerkstatt werden soll. Unter anderem wird diese eine Hebebühne erhalten, die es bislang nicht gibt.

So wie es vieles andere bislang nicht gibt. Vor allem dies: Platz. Am Noch-Standort an der Saerbecker Straße ist alles beengt und deshalb vieles provisorisch gelöst. Am neuen Standort ist alles großzügig bemessen.

Platz satt

Allein die jetzt gewählten Dimensionen zeigen, wie sehr sich das Team am jetzigen Standort behelfen musste. Am Nien Esch wirkt allein der Innenhof zwischen den Hallen größer als das gesamte Gelände an der Saerbecker Straße.

Davon haben sich am Mittwochnachmittag Mitglieder des Betriebsausschusses überzeugt, bevor sie sich anschließend zur Sitzung im Rathaus trafen. Sie erfuhren, dass der Neubau im (späten) Frühjahr fertiggestellt werden soll, so dass er möglicherweise im Juni mit einem Sommerfest offiziell eingeweiht werden kann.

Der Platz ist kein Selbstzweck, er wird schlicht gebraucht, um die Schreinerei, die Autowerkstatt, Arbeitsbereiche für die Gärtner und vieles mehr unterzubringen. In den weiteren Hallen entsteht Platz für Fahrzeuge und Geräte, Lagermaterial (etwa Spielgeräte und Schilder) sowie ein Notlager mit Streumittel für den Winter.

Kein Rangierbetrieb

Die Hallen sind so angelegt, dass der Verkehr auf dem Gelände, das direkt an den Wertstoffhof grenzt, im Einbahnstraßensystem fließen kann. „Es wird hier keinen Rangierbetrieb geben, was ein großer Sicherheitsgewinn ist“, sagte Meike Bücker-Gittel, Leiterin der Technischen Betriebe Greven. Zudem sei das Areal eine reines Betriebsgelände weitgehend ohne Besucherverkehr. Wer früher samstags sein Grünzeug zum Bauhof an der Saerbecker Straße brachte, weiß genau, was sie mit „Sicherheitsgewinn“ meint.

„Endlich alles zentral an einem Standort“, sagt Buschkamp zum größten Vorteil des neuen Bauhofes. Bislang müsse man manches in angemieteten Hallen unterstellen. Nicht nur unpraktisch, sondern auch teuer.

Am Neubau sind rund 20 Gewerke beteiligt, alle aus dem Münsterland, einige auch aus Greven. Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. Die Preissteigerungen für viele Materialien haben sich bislang nicht negativ ausgewirkt. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Rahmen blieben“, sagte Bücker-Gittel zu den 6,5 Millionen Euro.

Im Verwaltungsgebäude (KfW55-Standard) werden Büros, Sozialräume und Duschen untergebracht. Der große Aufenthaltsraum, in dem sich die Ausschussmitglieder informieren ließen, kann auch für Schulungen genutzt werden. Das Regenwasser von den Dächern der großen Hallen wir versickert, der Rest eingeleitet. Apropos Dächer: Diese sind bereits auf Photovoltaik ausgelegt. Ob die Stadtwerke eine solche Anlage betreiben, oder doch die Technischen Betriebe selbst, muss noch ausbaldowert werden.

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