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Grünkonzept für Reckenfeld präsentiert

Platzteppich und Blühstreifen

Reckenfeld

Die Planer für das Grünkonzept schlagen zehn Projekte vor, davon drei in Reckenfeld.

Oliver Hengst

Blühstreifen an der Bahnhofstraße, Kirchplatz mit „Platzteppich“, mit Mustern versehene Parkplätze, Mehrgenerationenpark – das sind einige von vielen Ideen für Reckenfeld, die sich im Grünkonzept wiederfinden. Foto: Oliver Hengst

Das Grünkonzept für Greven ist fertig – auch für Reckenfeld werden Ideen und Vorschläge skizziert. Planer Holger Hoffschröer vom Büro „Reicher Haase Assoziierte“ stellte die angedachten Maßnahmen nun im Bezirksausschuss vor. Heute ist das Grünkonzept auch Thema im ASU (17 Uhr, Ballenlager).

Die Planer schlagen für das ganze Stadtgebiet eine Prioritätenliste vor: zehn Projekte, davon drei in Reckenfeld. „Das heißt nicht, dass die anderen Punkte keine Rolle spielen“, betonte Hoffschröer. Im Rahmen von Bürgerveranstaltungen hatten die Reckenfelder zahlreiche Anregungen geliefert und Vorschläge unterbreitet, wie Plätze, Flächen und Wege aufgewertet werden könnten – etwa Dachbegrünung und Blühstreifen. Im Konzept konzentriert man sich nun auf drei Bereiche, die nach Ansicht der Planer besondere Bedeutung für den Ortsteil haben: Den Kirchplatz, den angedachten Mehrgenerationenpark im künftigen Baugebiet Ortsmitte und den Bereich Bahnhof und Bahnhofstraße.

Insgesamt ist das Ziel, „miteinander verknüpfte Grünflächen mit hoher gestalterischer und ökologischer Qualität“ zu schaffen oder vorhandene Flächen zu solchen aufzuwerten.

Auf dem Kirchplatz schlagen die Planer eine „räumliche Neuordnung“ vor, sodass der Marktplatz, der Vorplatz der Kirche und der Parkplatz im Norden als zusammengehörig wahrgenommen werden können. Dazu soll der Pkw-Verkehr zurückgenommen werden, Pflanzstreifen entlang des Kirchplatzes sollen eine klare Kante bilden. Der Platz soll durch Grün und neues Mobiliar mehrere geschützte Bereiche erhalten. Besonders ins Auge fällt der Vorschlag eines „Platzteppichs“ auf Höhe der Kirche, der das zukünftige Wohnquartier und den Mehrgenerationenpark mit dem Marktplatz verbinden soll.

Apropos Mehrgenerationenpark: Dieser war ja schon im Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbes vorgesehen. Im Grünkonzept wird die Gestaltung des Treffpunktes für alle Generationen nun konkretisiert. Vorgesehen sind ein Sportbereich und eine Park- und Spiellandschaft mit Sitzgelegenheiten als verbindendem Element. Die Planer schlagen zudem einen Mehrgenerationenpark an der Marienfriedstraße (Nähe Ententeich) vor.

Der Bahnhof Reckenfeld wird nach Einschätzung der Planer derzeit als reine „funktionale Fläche“ wahrgenommen und soll soll zukünftig eine „einladende Gestaltung“ erhalten. Die Fläche des Parkplatzes bietet sich an, um eine Eingangssituation zu schaffen: Indem die Pkw-Stellplätze neu angeordnet und die Fahrradstellplätze in einem Fahrradunterstand untergebracht werden, kann direkt an der Bahnhofstraße eine freie Fläche geschaffen werden. Dieser Vorplatz soll mit Gehölzpflanzungen und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. Entlang der Bahnhofstraße soll der Parkraum reduziert werden, so dass Platz für Blühstreifen entsteht.

Andreas Hajek (CDU) hatte etwas Bauchschmerzen mit der von den Landschaftsplanern vorgenommenen Auswahl. „Diese Prioritäten müsste eigentlich die Politik setzen.“ Laut Hoffschröer gebe die Politik jedoch nichts aus der Hand. Das Konzept enthalte viele Bausteine, einige davon seien etwas deutlicher hervorgehoben.

Die SPD wollte zunächst gar nicht abstimmen, da das Grünkonzept erst 48 Stunden vor der Sitzung vorgelegt worden sei. Diese kurze Zeitspanne reiche nicht aus, um sich umfassend mit der komplexen Materie auseinanderzusetzen. Daher meldete die SPD „Beratungsbedarf“ an, was üblicherweise dazu führt, dass keine Abstimmung stattfindet. Wolfgang Klaus (SPD) sah zudem „eine Konkurrenz zwischen Integrierten Handlungskonzept und Grünkonzept“. Laut Hoffschröer gebe es jedoch „keinen Widerspruch“, da das Grünkonzept die Vorgaben des IHK berücksichtige. Auch Bürgermeister Peter Vennemeyer sah „diese Dramatik nicht“ und warb dafür, das Konzept so zu beschließen. Anderenfalls sei das „vom Tisch bis mindestens Mitte nächsten Jahres“. Im übrigen werde „keine starre Planung“ beschlossen.

Letztlich einigte man sich nach einer Sitzungsunterbrechung, die für Beratung genutzt wurde, einstimmig darauf, den Beschlussvorschlag zu ergänzen. Der Formulierung „Das Grünkonzept, welches in Reckenfeld durch das IHK ergänzt wird . . ,“ konnten sich alle anschließen.

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