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Feuerwehr und THW im Dauereinsatz

Schornstein drohte herabzustürzen

Greven/Reckenfeld

Stürmisches Wochenende in Greven. In Reckenfeld drohte unter anderem ein Schornstein umzustürzen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Von und

In Pentrup knickte eine alte Linde um und stürzte zum Teil auf ein Haus. knickte eine alte Linde um und stürzte zum Teil auf ein Haus Foto: Fritzemeier

Umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer:

Das Sturmtief „Zeynep“ hat in der Nacht zu Samstag auch die Rettungskräfte in Greven auf Trab gehalten. Die Feuerwehr meldete gegen 22 Uhr am Freitag rund 40 sturmbedingte Einsätze, die in Zusammenarbeit mit dem THW abgearbeitet wurden. Zum Vergleich: In der Sturmnacht zwei Tage zuvor hatte es lediglich vier Einsätze gegeben.

Am Freitagabend erreichten die Windböen in Greven in der Spitze bis zu 122 Kilometer pro Stunde (gemessen am FMO). In der Innenstadt zeigte eine private Wetterstation gar 138,7 Stundenkilometer an. Dieser Wert sei auf dem Balkon seiner Eltern an der Martinistraße gemessen worden, berichtete Leser Dietmar Neugebauer.

Die Orkanböen führten an vielen Stellen zu Problemen. Teilweise wurden Dachziegel von den Häusern geweht und Bäume umgeworfen. Am Samstagmorgen war zum Beispiel die Martinistraße teilweise für die Durchfahrt gesperrt, der Gehweg an einer Häuserreihe war mit Flatterband gesperrt. Offenbar hatten sich einige Firstziegel auf dem Dach gelockert. Auch an vielen weiteren Häusern hatten sich Dachziegel gelockert oder waren heruntergestürzt.

In Reckenfeld wurde der Löschzug am späten Nachmittag des Freitags in die Sperlingsgasse gerufen. Dort hatte sich ein Schornstein teilweise gelockert und drohte herunterzufallen. Am Samstagmorgen eilten die Helfer zur Marienfriedstraße, wo ein Baum auf einen Gehweg zu stürzen drohte. Der Baum wurde gefällt.

Ähnliche Einätze gab es an vielen weiteren Stellen im Stadtgebiet. Das wohl gravierendste Ereignis spielte sich in Pentrup ab. Dort knickte am Freitagabend eine alte Linde um und stürzte zum Teil auf ein Haus. Anke Röwe, Bewohnerin des Hauses, in dem früher die Alte Bauernschule Pentrup untergebracht war, berichtete unser Lokalredaktion: „Ich saß auf dem Sofa, da hat es tierisch gekracht.“ Fenster und das Dach seien durch den herabstürzenden Baum beschädigt worden. Sie sprach gleichwohl davon, „noch Glück“ gehabt zu haben. „Ich bin froh, dass der Baum noch ein bisschen seitlich abdriftet ist und nicht direkt aufs Haus gefallen ist.“ Sie habe durchaus schon schwere Stürme erlebt, auch gesehen, dass vor zwei Jahren Dachpfannen heruntergestürzt seien. Aber: „Dass es so eine dicke Linde aus dem Boden hebeln kann, damit habe ich nicht gerechnet.“

Die Einsätze der Rettungskräfte wurden in der Feuer- und Rettungswache am Hansaring koordiniert. Vertreter der Technischen Betriebe Greven (Bauhof) und des THW verstärkten die Einsatzleitung, um sich möglichst eng abstimmen zu können. Alle Wachen der Feuerwehr waren am Freitagabend besetzt. Auch am Samstag war die Feuerwehr unterwegs, um Sturmschäden zu sichern.

Martinistraße gesperrt Foto: Oliver Hengst
Pentruper Straße Foto: Fritzemeier
Aldrup Foto: Oliver Hengst
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