1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Schulbusse auch am Nachmittag

  8. >

Stadt will die Schulschlusszeiten in Greven vereinheitlichen

Schulbusse auch am Nachmittag

Greven

Mehr Schulbusse am Nachmittag. Dafür weniger Taxifahrten für Schüler. Das sieht ein Konzept der Stadt vor, das im nächsten Schulausschuss beraten wird.

Bus nach Reckenfeld. Foto: oh

Mehr Schulbusse und weniger Taxiverkehr am Nachmittag. Und dazu eine Anpassung der Schulschlusszeiten, damit Fahrschüler ihren Bus noch bekommen können. Das steht im Zentrum eines Plans, mit dem das städtische Schulamt die Schülerbeförderung im nächsten Schuljahr 2021/2022 neu organisieren will.

Gegenwärtig bieten die städtischen Buslinien nach 14 Uhr keine Fahrten mehr an, obwohl die Zahl der Kinder mit Nachmittagsunterricht zugenommen habe, heißt es in einer Vorlage für den Schulausschuss am kommenden Dienstag. Das habe zu vielen Taxitransporten und Zusatzfahrten geführt, die von der Stadt Greven als freiwillige Leistung bewilligt werden und den städtischen Haushalt belasten.

Mit der Neukonzeption werde das Ziel verfolgt, eine transparente und ökonomische Schülerbeförderung einzurichten, indem das Angebot der Busfahrten ausgebaut wird und die Zusatzfahrten minimiert werden. Fahrschüler sollen in der Regel morgens und nachmittags mit dem Bus fahren können. Erreicht werden soll dies durch die Einrichtung eines freigestellten Schülerspezialverkehrs in den Zeitlagen 13.30 Uhr und 15.40 Uhr.

Voraussetzung sei dabei die Angleichung aller Schulschlusszeiten auf die Zeitlagen 11.30, 12.30, 13.30 und 15.40 Uhr. Zu diesen 4 Zeiten werden Rückfahrten angeboten, die zu einer Bündelung der Schülerströme führen, heißt es in der städtischen Vorlage.

Nach 16 Uhr würden danach keine weiteren Fahrten angeboten. Soweit hier ein Bedarf entstehe, können die bestehenden Angebote des ÖPNV genutzt werden, oder es würden Einzelfallentscheidungen im Rahmen der Schülerfahrkostenverordnung getroffen.

Mit den Schulen werde man das neue Konzept Anfang Juni absprechen, so die Stadtverwaltung.

Finanzielle Auswirkungen: Im Schuljahr 2018/2019, dem letzten repräsentativen Schuljahr vor Beginn der Corona-Pandemie, haben 172 Schüler und Schülerinnen eine Taxibeförderung in Anspruch genommen. Zahlreiche weitere haben die von der Stadt Greven beauftragten Schülerspezialverkehre Andrup/Gimbte und Fuestrup/Maestrup genutzt.

Durch den Einsatz gezielter Zusatzfahrten in den Zeitlagen 13.30 Uhr und 15.40 Uhr und die damit verbundene Bündelung der Schülerströme werde ein deutlicher Rückgang an Taxifahrten erwartet, so die Stadt. Die geschätzte Kosteneinsparung für das Schuljahr 2018/2019 hätte bei 167 000 Euro gelegen.

Wie sich die Schülerzahlen und die damit einhergehende Kosteneinsparung in den nächsten Jahren verhalten werden, sei aufgrund der Corona-Pandemie aktuell noch nicht absehbar.

Startseite