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Corona-Beschränkungen im Hallenbad

Schwimmen statt Badevergnügen

Greven

Die Vorbereitungen zur Eröffnung des Hallenbades im September laufen. Das gewohnte Getümmel und Kindergeschrei wird es aber nicht geben.

Peter Beckmann

Auf dem Lageplan des Hallenbades versucht Martin Schröder die Wege der Badegäste coronakonform anzuordnen. Foto: Peter Beckmann

Martin Schröder ist zufrieden. „Es läuft ganz gut, die Abläufe haben sich eingespielt“, erzählt der Leiter der Grevener Bäder. Die Rede ist vom Freibad, das in Corona-Zeiten nicht normal genutzt werden kann. Wer schwimmen will muss im Vorfeld online buchen. Die Liegewiese darf nicht genutzt werden. Bis es soweit war, musste viel geregelt werden. Und genau das gilt auch für das Hallenbad. „Wir erarbeiten zur Zeit ein Konzept.“

Und das ist nicht wirklich einfach. Natürlich gibt es reichlich zu beachten. Grundlage ist natürlich die Corona-Schutzverordnung, Vorlage der Pandemie-Plan Bäder der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Hört sich also einfach an, doch jedes Bad hat eben seine Besonderheiten.

Und deshalb haben sie zusammen gesessen über den Raumplänen, haben Laufweg überlegt. Ein grober Plan ist dabei schon mal heraus gekommen. „Die Männer gehen über die Jungenduschen rein und über die Männerduschen raus, bei den Frauen das ähnliche Vorgehen“, erzählt Schröder. Klar ist auch: das Baby-Becken, die Rutsche und die Sprungtürme bleiben dicht.

Denn je nach Größe eine Beckens gibt es klare Vorgaben. So dürften im Schwimmerbecken theoretisch rund 50 Personen schwimmen. „Wir werden aber wieder eine (Unterteilung zwischen Schnell-Schwimmer und langsameren Schwimmern auf den Bahnen machen, dabei bleibt die mittlere Bahn geschlossen“, erklärt Schröder. Und damit hat sich Zahl der Schwimmer auch schon wieder verringert.

Das alles lasse sich irgendwie berechnen. Viel mehr Kopfschmerzen bereitet dem Schwimmmeister das Thema Spinde, Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten. „Wir müssen ganz genau überlegen, wie viel offen gelassen werden und wie viele für die Benutzung gesperrt werden.“ Denn: Alles muss, wie auch schon im Freibad, nach der Nutzung desinfiziert werden. „Je mehr Spinde, Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten offen bleiben, um so mehr muss nach einem Zwei-Stunden-Block auch wieder gereinigt und desinfiziert werden.“ Und das müsse natürlich in einem vertretbarem Rahmen erfolgen.

Aber: Schröder hat noch Zeit bis dahin. Vermutlich am 8. September wird das Hallenbad wieder geöffnet. Bis dahin muss ein Konzept stehen, das auch vom Gesundheitsamt abgesegnet wird. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Frage, wie Schul- und Vereinssport ablaufen sollen. „Natürlich müssen auch die Schulen und die Vereine ein Hygienekonzept vorlegen.“

Ablaufen wird der Betrieb ähnlich dem im Freibad. Baden nur nach Online-Anmeldung, Höchstdauer zwei Stunden. Danach wird eine Stunde lang desinfiziert. Und klar ist. „Ein Badevergnügen wie in der Vor-Corona-Zeit wird es nicht geben“, sagt Schröder und ist darüber nicht besonders glücklich. Auch im Hallenbad ist eher Schwimmen denn Planschen angesagt.

Die Liegewiese im Freibad darf weiterhin nicht genutzt werden – wegen den Corona-Beschränkungen und aus ganz praktischen Gründen. „Im Rahmen der Ems-Renaturierung wird neben dem Fluss eine Straße gebaut und im Schwimmbad-Bereich die Liegewiese zum Teil mit Sand aufgefüllt.“

Klar ist: Das gewohnte Getümmel und Kindergeschrei wird es vorerst weder im Freibad, noch im Hallenbad geben.

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