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Internationale Bands auf der Beach-Bühne

Stars aus den Smoky Mountains

Greven

Die Bluegrass-Fans pilgerten nach Greven. Super-Stimmung am Beach bei Greven Grass.

Von Günter Benning

Greven Grass Pfingsten 2022 Foto: Günter Benning

Marcel Bontempi weiß: „Es ist ein Nische.“ Vielleicht eine kleine Nische. Doch in Greven kann der Frontmann von „Dr. Bontempi‘s Snake Oil Company“ vor großem Publikum die Steel-Gitarre anschlagen. Greven Grass macht das Nischenprodukt Bluegrass zum Pfingstrenner.

Allein auf dem Campingplatz am Emsdeich lagerten über 400 Fans. Das dürfte ein Rekord sein.

Am Beach lauschten jeweils über 500 Besucher den beiden Abendkonzerte am Samstag und Sonntag. Auf mitgebrachten Klappstühlen, mit Stetson-Hüten und Baseballkappen – viele der Gäste kamen aus Holland.

Ron Snippe ist der Moderator des Abends. Der Mann aus Emmen im weißen Anzug war schon beim ersten Greven Grass dabei: „Ein wunderbares Festival. Davon habe ich damals überall geschwärmt – und im nächsten Jahr waren ganz viele Holländer da.“

Der erste Gig am Abend ist die Gruppe „Way up North“. Zwei junge Niederländer aus Groningen. Blaze Reth an der Gitarre begeistert mit schnellen Riffs und seinen eigenen Songs.

Früher, sagt er, fand er populäre Musik einfach schrecklich, bis sein Vater m

Greven Grass Pfingsten 2022 Foto: Günter Benning

al ein John-Denver-Live-Album gehört hat. In den Pausen spielte eine Blue­grass-Band: „Das war‘s.“ Reth Vorbild ist Tony Rice. Der Musiker, der den Bluegrass revolutioniert hat. Mit mehr Blues- und Jazz-Elementen.

Pfundig ist an diesen Abenden besonders Seth Mulder & Midnight Run, eine sehr typische Bluegrass-Band aus dem Kernland des Bluegrass, den Great Smoky Mountains.

200 Konzerte absolvieren die US-Profis, zügige Mandolinen- und Banjo-Läufe prägen ihren Auftritt. Viele Traditionals gehören zum Programm. Auch als es am Sonntagabend dann doch regnete hielten sie damit das Stimmungsbarometer hoch.

Die Truffle Valley Boys und Dunderhead gehörten ebenfalls zum Programm, das man ohne Eintritt besuchen konnte. Greven Grass finanziert sich über Camping-Gebühren und Sponsoren – gefühlt eine echte Gratis-Kultur-Zugabe.

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