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Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker

Stille Nacht, betriebsamer Morgen

Greven

Am Morgen des Heiligabends klingelte in vielen Geschäften die Kasse. Auf den letzten Drücker wurden Geschenke gekauft: Vor allem Gutscheine, Bücher und Spielzeug. So mancher Kaufmann zeigte sich zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft, einige klagen über Lieferengpässe.

Von Elias Mewe

Geschäftiges Treiben in Grevens Innenstadt am Morgen des Heiligabends. Foto: Elias Mewe

Die Vorweihnachtszeit neigte sich am Morgen des Heiligabends bereits rasant dem Ende zu. Nichtsdestotrotz verriet einem das geschäftige Treiben in der Innenstadt, dass viele noch planten, hier und da ein Buch oder den gewünschten Gutschein zu besorgen.

Nicht nur Geschenkpapier, Glückwunschkarten oder sonstige Weihnachtsartikel seien bei ihm vermehrt über den Tresen gegangen – die Kunden kauften besonders Bücher, „die Bestsellerliste rauf und runter“, berichtet etwa Marcus Löw, Inhaber der Buchhandlung Cramer und Löw. Im Vergleich zum vergangen Jahr sei das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr „fantastisch“ gelaufen, in etwa wie in den Jahren 2018 und 2019, also bevor Corona die Läden wie im letzten Jahr zur Schließung am 16. Dezember zwang.

Etwas anders sieht es Michael Burgholz vom Spielwarengeschäft Burgholz. Das Weihnachtsgeschäft sei letztlich gut gelaufen, wobei man indes nicht übersehen sollte, dass es im Vergleich zum Vorjahr „nicht schlechter werden konnte“. Burgholz verkaufte besonders „klassische Sachen“ kurz vor Weihnachten: Puzzles, Schleichfiguren und aktuell gerade das Spiel des Jahres, „MicroMacro“, ein kooperatives Detektivspiel, indem die Spieler gemeinsam Kriminalfälle lösen müssen.

Auch die derzeitigen Lieferengpässe, etwa bei den in China lackierten Schleichfiguren, bleiben ein anhaltender Wermutstropfen. Ähnliches berichtet Ida Ludwig Ili, Geschäftsführer von Media Markt. Die Lieferprobleme machten sich insbesondere im „Weiße-Ware-Bereich“ rund um Kühlschränke und Geschirrspüler bemerkbar, doch auch die von der derzeitigen Halbleiter-Knappheit betroffene Handyproduktion sei erschwert. All dies steigert letztlich die Preise.

Bei Media Markt seien vor Weihnachten vor allem Konsolen wie die neue Playstation 5 und dazugehörige Spiele verkauft worden. Laut Ili werde jedoch der Wandel weg vom stationären Handel immer deutlicher.

Trotzdem zog in allen Geschäften das Kundenaufkommen kurz vor Weihnachten nochmal ordentlich an – sei es, um Bücher, Spiele oder die langersehnte Playstation 5 zu kaufen. Ob er das Klischee von den Männern bestätigen könne, die am Morgen des 24. verzweifelt Richtung Innenstadt aufbrechen, um ihre Geschenke zu besorgen? Herr Löw muss lachen – und bittet darum, seine Antwort nicht im Artikel zu erwähnen.

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