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Spektakulärer Alleinunfall auf der Münsterstraße

Szenen wie in einem Actionfilm

Greven

Das müssen Szenen wie in einem Actionfilm gewesen sein: Auf der Kreuzung Münsterdamm (B219)/Münsterstraße hat sich am späten Donnerstagabend ein spektakulärer Alleinunfall ereignet. Ein BMW hatte sich dort überschlagen und für eine Spur der Verwüstung gesorgt.

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Unfassbar: Die Insassen konnten das Autowrack selbstständig verlassen. Foto: Jens Keblat

Um 20.28 Uhr waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu dem Alleinunfall alarmiert worden. Das Trümmerbild war derart heftig, dass der Polizei offenbar irrtümlicherweise anfangs eine Kollision mit einem Lkw gemeldet worden war.

Tatsächlich hatte sich der 5er BMW überschlagen, war nach einem rasanten Manöver massiv deformiert auf dem Dach liegend zum Stillstand gekommen. Zudem war eine Straßenlaternenmast komplett umgeknickt, ein weiterer wurde nur noch durch eine Baumkrone gehalten. Zwei Betonpoller müssen umhergeflogen sein wie Holzkegel, überall lagen Fahrzeugteile und Inventar aus dem Wagen umher.

Den Spuren und Angaben der Polizei zufolge war der mit zwei Männern besetzte BMW aus Richtung Münster kommend auf die Kreuzung zugefahren, vermutlich nicht langsam. Rund 100 Meter steuerte der Wagen offensichtlich unkontrolliert auf die Kreuzung zu. Der 26-jährige Fahrer, ein Mann aus den Niederlanden, war alkoholisiert, wie ein Alkoholtest ergab. Er wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, sein 30-jähriger Mitfahrer aus Münster erlitt hingegen schwere Verletzungen. Ebenfalls verletzt wurde ein Fußgänger, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls mit seinem Hund an der Kreuzung aufgehalten hatte.

Trotz des Überschlags ging der Alleinunfall für die Insassen des BMW glimpflich aus: So trauten die Einsatzkräfte bei ihrem Eintreffen ihren Augen kaum, denn die Männer hatten das Fahrzeugwrack selbstständig verlassen, standen auf zwei Beinen, einer habe gar eine Zigarette geraucht. Offenbar standen sie unter Schock.

Die Polizei ermittelt jetzt, wie es zu dem Unfall gekommen ist, auch haben die Beamten Anhaltspunkte dafür, dass der Unfallverursacher nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 15 000 Euro.

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