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Haltbare Lebensmittel sind Mangelware 

Tafel: Fehlende Veranstaltungen sorgen für Leere in den Regalen

Reckenfeld

Keine Veranstaltung. Keine Reste. Die Tafel in Reckenfeld leidet teilweise an Nachschubproblemen.

Von Oliver Hengst

Mehr Kunden, weniger Lebensmittel – keine gute Konstellation. Vor allem haltbare Lebensmittel sind in der Reckenfelder Ausgabestelle Mangelware. Foto: oh

Die Backpakete-Aktion für die Tafel ist auch in Reckenfeld angelaufen, die ersten Dutzend Pakete sind in der Ausgabestelle an der Emsdettener Landstraße bereits eingetrudelt. Traditionell rufen Tafel und Redaktion in den Wochen vor Weihnachten dazu auf, Backpakete zu packen und zu spenden.

Diese sollten enthalten: ein Kilo Mehl, ein Kilo Zucker, ein Päckchen Backpulver, zwei Päckchen Vanillezucker, 250 Gramm Margarine und 50 Cent für zwei Eier, die von den ehrenamtlichen Helfern der Tafel frisch eingekauft werden.

In Greven (Kirchplatz) nehmen die Helfer die Spenden dienstags von 9.30 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 9.30 bis 18 Uhr entgegen. In Reckenfeld (Emsdettener Landstraße 9c) können die Pakete mittwochs zwischen 9.30 und 13 Uhr abgegeben werden. Spender sollten bei der Übergabe auf die Abstands- und Hygieneregeln achten.

Doch die Tafel-Aktiven in Reckenfeld freuen sich nicht nur über Back-Pakete. Auch jenseits dieser traditionellen Adventsaktion ist der Bedarf derzeit hoch. Es fehlt schlicht am Fundament, vom dem die Tafelausgabestelle lebt: an haltbaren Lebensmitteln für den Alltag.

„Im Moment sind unsere Vorräte wie leergefegt“, sagt Brigitte Ransmann. Das hat mehrere Ursachen. Zum einen ist die Zahl der Kunden in den zurückliegenden Wochen spürbar gestiegen - möglicherweise weil steigende Preise im Einzelhandel manche Menschen dazu zwingt, sich in der Tafel zu versorgen. Zum anderen fiel der Lebensmittel-Nachschub aus den unterstützenden Geschäften zuletzt nicht ganz so üppig aus wie sonst.

Und zudem fielen oder fallen auch noch Veranstaltungen vor Ort aus, von der die Tafel in Reckenfeld sonst immer profitierte. „Kein Erntedankmarkt, kein Weihnachtsmarkt – das bricht weg“, sagt Ransmann.

Folge: bisweilen Leere in den Regalen, so dass es vorkommt, dass die Ehrenamtlichen am Ausgabetag (mittwochs) im Laufe des Nachmittags gar nicht mehr so recht wissen, was sie den Kunden anbieten können. „Daher ist jede Spende willkommen“, hofft Brigitte Ransmann genau wie ihr Team auf Unterstützung.

Gefragt sind vor allem Konserven, Nudeln, Reis, Öl, Mehl, Zucker und andere Grundnahrungsmittel, die vielseitig verwendbar sind und möglichst haltbar sind. Besondere Wünsche mag Brigitte Ransmann gar nicht äußern – alles wird ge- und verbraucht.

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