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Vertreibung

Zdenka und Jan Cejka erinnert der Ukraine-Krieg an das Ende des Prager Frühlings

Greven

Wenn sie die aktuellen Bilder aus der Ukraine sehen, denken sie an ihre eigene Vertreibung. Die Grevener Zdenka und Jan Cejka lebten in Prag, als Ostblock-Panzer den Traum ihres Volkes auf mehr Freiheit zerstörten. Das war 1968.

Von Günter Benning

Zdenka und Jan Cejka in ihrem Haus an der Münsterstraße. Gebürtig kommen die Chemikerin und der Architekt aus der einst tschechoslowakischen Region Mähren. Foto: Günter Benning

Zdenka Cejka erinnert sich an einen Witz aus der Tschechoslowakei: „Es gibt eine Kuh, deren Maul in Prag ist und deren Euter in Russland.“ Die 90-Jährige jongliert geschickt drei Kaffeetassen die Treppe zum Wohnzimmer hoch. Am Tisch sitzt ihr Mann Jan Cejka (89), der sich genau erinnern kann an jenen August vor 54 Jahren, in denen die Truppen des Ostblocks den kleinen Bruderstaat überfielen. Voran russische Panzer. „Vieles war wie heute in der Ukraine“, sagt Cejak, „auch damals wussten die einfachen Soldaten nicht, was los war.“

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