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Bürgerhaus: ReBüVe würde gern selbst planen und bauen – bekommt aber einen Korb

Umbau in Eigenregie vom Tisch

Reckenfeld

Der Reckenfelder Bürgerverein würde gerne nach SCR-Vorbild aktiv werden und das Bürgerhaus in Eigenregie planen und umbauen. Doch der ReBüVe bekam einen Korb.

Oliver Hengst

Der Bürgerverein würde das Bürgerhaus gern nach Vorbild des SCR selbst planen und umbauen Foto: Oliver Hengst

Wie geht es weiter in der Reckenfelder Ortsmitte. Wann geht es überhaupt weiter? Diese Fragen treiben nicht nur, aber auch den Reckenfelder Bürgerverein (ReBüVe) um, der in einem Teil der alten Hauptschule ein Bürgerhaus einrichten möchte. Und das im Grunde lieber heute als morgen. Einige ReBüVe-Mitglieder nutzten die jüngste (digitale) Sitzung des Reckenfelder Bezirksausschusses, um ihr Anliegen nochmals in Erinnerung zu rufen.

Zentrale Botschaft von Bürgermeister Dietrich Aden (CDU) war, dass die Bebauung des ehemaligen Sportareals „in einer der nächsten Sitzungen“ des Bezirksausschusses thematisiert werden soll (danach hatte die CDU gefragt). Dann dürfte es vor allem um den Bebauungsplan gehen, der eigentlich schon vorliegen sollte.

Parallel wird ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit einer zu gründenden städtischen Wohnungsbaugesellschaft erarbeitet. Zuständig wäre sie für Flächen und Immobilien in der ganzen Stadt. Es ist also, wie Aden ausführte, kein originär Reckenfelder Thema. Aber die Reckenfelder Ortsmitte dürfte als erstes auf der Agenda einer Wohnungsbaugesellschaft stehen. „Es gab erste Abstimmungsgespräche“, sagte Aden über den Kontakt zum beauftragten Gutachterbüro. Er warb aber noch um etwas Geduld. Man wolle „jetzt nichts Halbgares herausgeben“. Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.

Bürgerverein will aktive Rolle einnehmen

Ludger Mussenbrock vom ReBüVe erinnerte daran, dass der Verein zum Thema Wohnungsbaugesellschaft bereits „Ideen entwickelt und Recherche betrieben“ habe. „Das ist ja nur konstruktiv und gut gemeint.“ Klar wurde, dass der ReBüVe hofft, sehr aktiv in die Planungen einbezogen zu werden. Das sagte Aden durchaus zu. „Ihre Erkenntnisse nehmen wir auf.“ Allerdings ergebnisoffen. Er könne nicht versprechen, dass sich die vom ReBüVe gesammelten Infos dann auch im Endergebnis wiederfinden.

Einen anderen Aspekt sprach Christian Erdmann vom ReBüVe an: die Ausstattung des künftigen Wohngebietes mit Parkmöglichkeiten. Nach seiner Einschätzung sei es Konsens, „dass wir bezahlbares Wohnen anstreben“. Im Entwurf für das künftige Viertel seien jedoch vergleichsweise viele Gebäude mit Tiefgaragen vorgesehen. Darin sehe er einen „Zielkonflikt“, seien doch Tiefgaragen eher „Kostentreiber“. Erdmann warb dafür, auch Carsharing-Angebote im Viertel zu verankern. Hierzu, so Aden, sei man in Gesprächen mit den Stadtwerken. „Das wäre sicherlich eine tolle Möglichkeit, dort in der Ortsmitte auch neue Mobilitätskonzepte zu berücksichtigen“, bekannte der Bürgermeister.

Umbau nach SCR-Vorbild?

In Sachen Bürgerhaus strebt der Bürgerverein eine sehr aktive Rolle für sich an, nicht nur bei der Organisation des späteren Betriebes, sondern auch schon beim Umbau. Man könne, so Erdmann, nicht nur die Planungen durch den ReBüVe ausführen lassen und so Kosten sparen, sondern auch den Umbau in die Hände des Vereins geben – nach dem Vorbild des SC Reckenfeld, der seine neue Sportanlage bekanntermaßen in Eigenregie gebaut hat.

Aden jedoch kann sich ein solches Modell für das künftige Bürgerhaus nicht vorstellen. „Das sollten die Technischen Betriebe übernehmen.“ Das bedeute natürlich nicht, dass man das Engagement des Bürgervereins nicht wertschätze oder gar übergehen wolle – im Gegenteil. „Wir planen das Bürgerhaus ja nicht im luftleeren Raum, sondern in enger Abstimmung mit dem Bürgerverein.“

Welche Rolle der Verein im Detail einnehmen kann, soll nun im Rahmen eines bilateralen Gespräches erörtert werden. „Wir müssen das zusammen entwickeln“, sagte Aden. „Wir kommen auf jeden Fall auf Sie zu.“

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