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Die „Nighthawks“ in der Kulturschmiede

Urlaub für die Ohren

greven

„Urlaub für die Ohren“ gab es bei der jazzigen Reise mit den „Nighthawks“ – Witziges inklusive.

Claudia Nöthiger

Gitarrist Dal Martino  -- im Hintergrund Schlagzeuger Thomas Alkier – hatte nicht nur flotte Riffs zu bieten, sondern auch flotte Sprüche. Foto: Claudia Nöthiger

Gute Stimmung kann vielfältig sein; ausgelassen, laut, voller Lachen, ausgefüllt mit Tanz. Gute Stimmung kann aber auch leise sein, unaufdringlich, ohne große Show, konzentriert. Diese leise Art der guten Stimmung brachten am Samstagabend die „Nighthawks“ in die Kulturschmiede. Zum dritten Mal spielten die „Nachtfalken“ bereits in Greven. „Diesmal“, erzählt der Gitarrist Dal Martino mit breitem Schmunzeln, „sind wir gegen halb drei zu einer Stadtbesichtigung aufgebrochen und um viertel vor drei wieder hier gewesen – war schon alles zu, alle Läden geschlossen.“ Die Zuhörer lachen herzlich, die Stimmung ist heiter und gelöst.

Mit geschätzt 200 Zuhörern ist die Kulturschmiede gut gefüllt. Einige Gäste sind eigens aus Köln und Düsseldorf angereist. Das Licht im Saal ist gedimmt, nur die Bühne schlicht beleuchtet. Ideale Voraussetzungen, auf musikalische Weltreise zu gehen, keine unnötige Ablenkung. Die Melodien tragen weit weg, nach Nord- und Südamerika, nach Asien. Zwischen den Arrangements aus Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Trompete gibt es immer wieder exotische Zwischenklänge, die die Gedanken wegtreiben, an die Strände von Jamaika und Hongkong.

Die „Nighthawks“ – der Grazer Schlagzeuger Thomas Alkier, der Pianist, Perkussionist und Multi-Instrumentalist Jürgen Dahmer, der Trompeter Reiner Winterschladen und die beiden Gitarristen Jörg Lehnardt und Dal Martino – touren gerade mit ihrem aktuellen Album „707“ durch die Jazzclubs und Festivals der Republik. Zwischen den Liedern hält die Band immer mal wieder inne – die Pausen nutzt der charismatische Gitarrist Dal Martino, um dem Publikum in lockerer, witziger Art seine Sicht der Dinge näher zu bringen. So zum Beispiel sein kurzer K ommentar zum neuen US-Präsidenten. „Hatte man ja nicht ahnen können, was da in Amerika passiert. Wir waren auch häufiger da. Ist mittlerweile fast ein bisschen peinlich.“ Auch zur Pause bittet er mit einem Spaß. „Früher, als man in den Jazzclubs noch rauchen durfte, wäre die Pause jetzt dazu genutzt worden, den Raum zu lüften, damit wir wieder was gesehen hätten. Ist halt heute eher etwas mehr Folklore.“ Das Publikum lacht – und applaudiert.

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