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Entscheidung des Bürgermeisters für die kommenden Wahlen

Vennemeyer tritt nicht mehr an

Greven

„Ich mache den Job gerne, er macht Spaß, aber er fordert auch.“ Bürgermeister Peter Vennemeyer leitete die Botschaft positiv ein. Bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr wird er nicht wieder antreten. Zwölf Jahre Amtszeit sind genug. Der heute 60-Jährige erklärte im SPD-Büro im Schatten des Rathauses: „Ich möchte meiner Familie, meinen Freunden und allen Dingen, die zu kurz gekommen sind, jetzt einfach mehr Zeit widmen und Privatmann sein.“ Nach zwölf Jahren sei es „vielleicht auch an der Zeit, dass frischer Wind ins Amt kommt.“

Günter Benning

Die SPD-Ortsvereinsvorsitzenden (v.l.) Marc Ickerott, Hermann Honermann, Günter Döbel, Ratsfrau Monika Erben und Bürgermeister Peter Vennemeyer. Foto: Günter Benning

Mit seiner Entscheidung hatte Vennemeyer lange hinterm Berg gehalten. Doch die SPD, deren Kandidat er vor zwölf Jahren war, hat bereits intern eine Findungskommission gegründet, um die Nachfolge zu klären. Hermann Honermann, Ortsvereins-Vorsitzender aus Reckenfeld, erklärte zwar, erstmal habe er „blöd geguckt“. Aber dann die Entscheidung des Bürgermeisters sehr nachvollziehbar befunden.

Sowohl Honermann wie Vennemeyer erklärten, dass die aktuellen „Kommunikationsprobleme“ zwischen Rathaus und Rat für die Entscheidung keinen Ausschlag gegeben hätten. Sie sei schon früher gefallen.

Wie es jetzt weitergeht, ist offen. „Vorrangig suchen wir einen Grevener Kandidaten“, meint Honermann, aber man werde auch über die Gemeindegrenzen hinwegschauen. Für Vennemeyer ist es unabdingbar, dass als Bürgermeister-Kandidat nur jemand mit Verwaltungserfahrung in Frage kommt. „Aber“, so der Bürgermeister, „das ist meine persönliche Meinung.“

Nach zwölf Jahren Tätigkeit an der Verwaltungsspitze kann Peter Vennemeyer, der auf berufliche Praxis in anderen Verwaltungen zurückblickt, mit vollen Versorgungsbezügen rechnen.

Da künftig der Bürgermeister in NRW in einem Wahlgang gewählt werden muss, stellt sich die SPD auch die Frage „nach möglichen Kooperationen“, wie Honermann erklärt. Es besteht nämlich sonst die Gefahr, dass sich auch Kandidaten mit niedrigem Prozent-Ergebnis durchsetzen können.

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