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Repowering am Voßkotten

Verwaltung sieht 230-Meter-Windrad skeptisch

Greven

Ein 230 Meter hohes Windrad soll am Voßkotten errichtet werden. Es gehört da nicht hin, argumentiert die Stadt gegen das Projekt.

Von Günter Benning

Windräder am Voßkotten Foto: Günter Benning

Es geht um ein Windrad mit einer Gesamthöhe von 230 Metern. Das will ein Windenergie-Betreiber am Voßkotten errichten – eine Maßnahme im Rahmen eines Repowering, bei dem Altanlagen durch moderne Stromerzeuger ersetzt werden. Am heutigen Donnerstag wird sich der Ausschuss für Stadtplanung (17 Uhr, Rathaus) mit den Plänen befassen.

Das Genehmigungsverfahren führt der Kreis durch, die Stadt muss aber ihr Einvernehmen erklären. Das hatte sie schon 2016 nicht erteilt, als damals der Betreiber seine Altanlage auf eine Gesamthöhe von 200 Metern vergrößern wollte.

Konzentrationszone

Damals hatte sich der Rat darauf berufen, dass im Flächennutzungsplan (FNP) eine Windkonzentrationszone vorgesehen ist, in der Anlagen bis zu 135 Metern Höhe möglich sind. Der FNP stammt aus einer Zeit, in der es keine höheren Windräder gab.

Gegen die damalige Ablehnung hatte der Betreiber geklagt und Recht bekommen. Das Verwaltungsgericht habe festgestellt, heißt es in einer Vorlage für den heutigen Ausschuss, „dass die im Ergebnis festgestellte Höhe nicht greife“.

Gericht entscheidet gegen Kreis

Folge: Der Kreis Steinfurt als Genehmigungsbehörde wurde verpflichtet, unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts erneut über den Genehmigungsantrag zu entscheiden.

Allerdings ist im Laufe dieses Verfahrens das geplante Windrad auf heute übliche Höhen gewachsen: Von 200 Metern auf 230 Metern.

Für die Verwaltung bedeutet das, so die Vorlage für die heutige Diskussion, dass es sich um ein ganz neues Antragsverfahren handelt. Wenn sie damit Recht behielte, würde das in ihren Augen bedeuten, dass das Verwaltungsgerichtsurteil auf den neuen Bauantrag nicht anzuwenden sei.

Die beim Repowering zu errichtende Windenergieanlage liege höchstwahrscheinlich außerhalb der im Flächennutzungsplan der Stadt Greven dargestellten „Konzentrationszone für Windenergie“. Damit stehe der Flächennutzungsplan dem Vorhaben entgegen, weil in unmittelbarer Nachbarschaft eine Konzentrationszone für Windenergie ausgewiesen sei.

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