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Viertägiges Jazzfestival startet am Donnerstag

Mal fein und leise, mal kraftvoll und spektakulär

Greven

Lang wurde geplant - nun geht es endlich los: Zur Eröffnung des ersten Jazzfestivals Greven dürfen die Macher niemand geringeren als Weltstar Jan Gabarek begrüßen.

Jan Gabarek

„Jazz geht´s los“ – Jazzfans haben die vier Tage vom 8. bis zum 11. September längst rot eingekringelt. Doch das „1. Ems Jazz Festival Greven“ im Ballenlager will eben nicht nur eingefleischte Jazzfans ansprechen. „Da ist für jeden etwas dabei“, sind die Mitglieder der Jazz-AG sicher.

Für den Headliner, die Jan Garbarek-Group, kommen indes Kartenwünsche zu spät. „Ausverkauft“, freut sich das KI-Vorstandtrio Peter Hamelmann, Werner Jacobs und Ulrich Reske. Doch um Garbareks Einzelkonzert herum hat das tatkräftige Vorbereitungsteam ein viertägiges Festival gestrickt, das von Freitag bis Sonntag mit jeweils drei Konzerten aufhören lässt.

Das Dreier-Paket am Freitag besteht mit dem Axel-Zinowsky-Quintett und der Jan Klare Formation aus wichtigen Jazz-Größen Westfalens, wobei der experimentierfreudige Jan Klare mit dem Engagement des New Yorker Posaunisten Steve Swell das Westfälische mächtig gen Westen verschoben hat. Wenn sich am Abend dann noch Bobby Rausch in die Bühnentechnik im Ballenlager eingeloggt hat, komplettieren Hiphop und Elektrobeats das erste Dreierpaket. Konzerte: 16, 18.30 und 21 Uhr.

Das Dreier-Paket am Samstag verspricht in seiner Zusammenstellung Außergewöhnliches. Nach der Ausnahmepianistin Johanna Summer, vom Magazin Jazzthing als „virtuos, filigran und subtil“ gefeiert, betreten annähernd 50 Musiker die Bühne: ein deutsch-französisches Vocal-Experiment. Aus einem zufälligen Treffen der Chöre wurde vor zehn Jahren eine stimmgewaltige ostwestfälisch-bretonische Jazzunion. Couleur Jazz und die Chit-Chat-Company sorgen für ein stimmliches Spektakel. Eulen nach Greven tragen, hieße das Tingvall-Trio hier anzupreisen. Das Trio aus Kuba, Schweden und Deutschland spielt in der Liga der Mehrfach-Echo-Awards-Gewinner und beschließt den dritten Festivaltag. Konzerte: 16, 18.30 und 20 Uhr.

Tag vier beim Premierenfestival beginnt mit den eher ruhigen Jazzklängen, die das Fabiana-Striffler-Quintett im Gepäck hat. Die wohl gefragteste deutsche Jazzgeigerin ist schon jetzt für viele Jazzfreunde die bemerkenswerteste Formation der Grevener Jazz-Stell-Dich-eins.

Kraftvoller Saxofon-Sound und eleganter Gitarrenklang treffen beim Duo Vento e Corde aufeinander, ehe die neunköpfige Formation Wanubale´ das Festival mit kraftvollem Bläserset, den beiden Doppeldrummern, Bass-Gitarre und Keyboards beendet. Konzerte: 12, 14.30 und 18 Uhr.

Einen zusätzlich künstlerischen Rahmen fürs Festival bietet die Ausstellung „Jazz it is“ mit den Exponaten des französischen Jazzfotografen Philippe Erard, die während der Jazztage in der Kulturschmiede zu sehen ist.

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