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Neues Schulungsgebäude am Sachsenhof eingeweiht

„Vision ist Wirklichkeit geworden“

Greven

Am Wochenende wurde das Sachsenhof-Zentrum eingeweiht. 500 000 Euro kostete das Schulungs- und Servicegebäude, das in knapp drei Jahren hochgezogen worden war.

Von Jannis Beckermann

Wer einen Baum pflanzt ... bekommt ein neues Sachsenhof-Zentrum – oder so ähnlich. Bürgermeister (links) und Landrat (rechts) packen jedenfalls mit an. Foto: Jannis Beckermann

So eine Hauseinweihung ist ja für gewöhnlich eine ziemlich entspannte Angelegenheit. Schlüssel übergeben, Reden schwingen, mit Sekt anstoßen – diese bewährte Erfolgsformel griff auch bei der Einweihung des neuen „Sachsenhof-Zentrums“ am Samstagmorgen. Ein bisschen schwitzen mussten Bürgermeister und Landrat als Ehrengäste auf dem historischen Gelände in Pentrup dann aber doch: „Wir müssen schließlich noch Bäume pflanzen“, bat Heimatvereinschef Herbert Runde die beiden Politiker zum Anpacken, um zwei Ebereschen in den Pentruper Sandboden zu setzen.

Die Pflanzen, die die Germanen einst als göttlich verehrt haben sollen, rahmen hier in Zukunft jenes neue Schulungs- und Servicegebäude ein, zu dessen Eröffnung der Heimatverein am Wochenende nicht nur die lokale Politprominenz geladen hatte.

Denn: „Das Sachsenhof-Zentrum ist das Ergebnis einer wirklichen Gemeinschaftsarbeit“, erinnerte ein stolzer Herbert Runde in den neuen Räumlichkeiten an die diversen Beteiligten, die das knapp 500 000 Euro teure Projekt in nur knapp drei Jahren „von der Vision bis zur Wirklichkeit“ vorangetrieben hätten.

„Am Anfang ging es nur um Toiletten- und Abstellräume“, weiß Runde, dessen Verein den Sachsenhof seit vielen Jahren betreut und bewirtschaftet. Durch eine üppige Förderung des NRW-Heimatministeriums (423 000 Euro), die MdL Christina Schulze-Föcking vermittelte, wagte der Verein indes einen größeren Entwurf mit einem modernen, lichtdurchfluteten Veranstaltungsraum, den Architekt Jörg Suwelack nach einem Vorentwurf von Jan Cejka geschaffen hat. Durch die bodentiefen Fenster des in nur wenigen Monaten gebauten Gebäudes können Besucher nun bis zum historischen Hauptteil des Geländes hindurchblicken – sei es beim Klassenbesuch, bei Vereinssitzungen oder bei Ausstellungen, die hier künftig wetterfest und jahreszeitunabhängig stattfinden sollen. High-Speed-Internet, Smarthome-Steuerung per App und Beamer in Kino-Qualität bieten derweil beste technische Voraussetzungen.

So könne man den Sachsenhof zu einem noch bekannteren außerschulischen Lern- und Erlebnisort im gesamten Kreis ausbauen, hofft jedenfalls auch Bürgermeister Dietrich Aden als Vertreter der Stadt, die als Eigentümerin der Fläche in Zukunft einen Großteil der Betriebskosten (10 000 Euro im Jahr) übernimmt.

Aden zollte am Samstag genauso wie Landrat Martin Sommer und Reinhild Finke, die Vorsitzende des Kreisheimatbundes, vor allem den Ehrenamtlichen vor Ort Respekt. Über 2000 Arbeitsstunden Eigenleistung hätten diese in den Neubau investiert und obendrein Spenden eingesammelt, um das Projekt „Sachsenhof-Zentrum“ im geplanten Zeit- und Kostenrahmen stemmen zu können. Dass all das derart reibungslos funktioniert habe, sei beeindruckend, lautete das einhellige Fazit der Redner, nach deren Worten das Gebäude dann auch höchst offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Priesterlichen Segen von Pfarrerin und Pfarrer inklusive.

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