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Orkantief „Zeynep“ sorgt beim FMO kurzzeitig für ein wenig Wirbel

Vollbesetzte Boeing aus Teneriffa bricht Landeanflug ab

Greven

Weil die Seitenwinde zu heftig waren, brach ein Flieger aus Teneriffa mit 180 Personen an Bord in der Sturmnacht den Landeanflug auf den FMO ab und wich auf den Flughafen Köln/Bonn aus.

Katja Niemeyer

Um 23.30 Uhr sollte ein Flugzeug am Freitag in Greven landen. Wegen heftiger Winde brach der Pilot die Landung aber ab und steuerte stattdessen den Flughafen Köln/Bonn an.

Am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) sorgte Orkantief „Zeynep“ kurzzeitig für Wirbel, als eine Boeing 737 aus Teneriffa mit 180 Personen an Bord am Freitag gegen 23.30 Uhr landen wollte, wegen heftiger Seitenwinde dann aber wieder durchstartete und abdrehte.

Wie Detlef Döbberthin, stellvertretender FMO-Sprecher auf Anfrage berichtet, habe der Pilot rasch entschieden, auf den Flughafen Köln/Bonn auszuweichen, von wo die Passagiere dann mit dem Bus nach Greven gebracht worden seien.

Größere Probleme bei kleinen Privatfliegern

Angesichts des heranziehenden Unwetters hatte der FMO frühzeitig diverse Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Parkende Flieger wurden mit der Nase in den Wind gestellt (sie stehen sonst in Richtung Terminal) und vollgetankt – „Sturmbetankung“ nennt man das –, damit sie mehr Gewicht und Stabilität haben und so weniger anfällig sind für die teils sehr heftigen Windböen, denen sie auf der großen Freifläche ohnehin stark ausgesetzt waren. Bewegliche Teile wurden außerdem in die Flugzeughallen des Airports gestellt, erläutert Döbberthin.

Bis auf den Flieger aus Teneriffa seien alle großen Touristikmaschinen und Linienflieger planmäßig gelandet, ergänzt der stellvertretende Sprecher.

Größere Probleme hatten hingegen kleine Privatflieger. Deren Piloten hätten meist zwei bis drei Landeversuche unternehmen müssen, bevor sie sicher aufsetzen konnten. „Ein Pilot weiß erst in einer Höhe von 100 Metern, ob er sicher landen kann“, so Döbberthin. Gegebenenfalls ziehr er seine Maschine noch einmal hoch und wartet auf abschwächende Winde.

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