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Josefschule unterstützt die Grevener Tafel

Volle Kartons und Einkaufsgutscheine

Greven

Lebensmittel aus der Schule. Josef-Grundschüler konnten jetzt der Tafel-Chefin Ingrid Koling das Resultat ihrer Spendenaktion übergeben.

-oh-

Im Rahmen eines Schulbasars hatten die Kinder (hier die Klasse 3a mit Anne Sprakel und Ingrid Koling) Basteleien verkauft und um Lebensmittel-Spenden gebeten. Foto: Oliver Hengst

Da hatten die Drittklässler reichlich zu schleppen: Mehrere Kartons voller Lebensmittel für die Tafel waren bei einer Aktion an der Josefschule zusammengekommen. Obendrein hatte die Schule auch noch 290 Euro durch den Schulbasar eingenommen – Geld, das in Einkaufsgutscheine umgetauscht und ebenfalls der Tafel zur Verfügung gestellt wurde.

Am Dienstag besuchte „Tafel-Mutter“ Ingrid Koling die Schule, um die Spenden abzuholen und zugleich ein großes Dankeschön an alle auszurichten.

Für den Schulbasar hatten die Jungen und Mädchen in ihren Klassen kreative Dinge gebastelt, die dann den Besuchern des Lebendigen Adventskalenders zum Kauf angeboten worden waren.

„Und wir haben den Leuten auch gesagt: Man kann etwas mitbringen und es spenden“, erklärt Jule aus der 3a. „Das alles“, sagt Klassenkameradin Isabella mit Blick auf volle Tische im Schulfoyer, „ist gespendet worden, für Leute, die nichts zu essen haben.“ Jule ergänzt: „Gefühlt tausend Leute haben etwas mitgebracht.“

Obendrauf eine Barspende

Die doppelt hilfreichen Besucher des Schulbasares füllten also mit ihren Einkäufen die Kasse mit Bargeld, und viele brachten obendrein haltbare Lebensmittel für die Tafel mit. Im Übrigen nicht nur am Veranstaltungstag, sondern auch noch danach. „Die letzten Pakete sind heute morgen angekommen“, erklärte Schulleiterin Anne Sprakel bei der Übergabe am Dienstag.

Überhaupt sei auf die Eltern der Schule bei solchen Aktionen Verlass. Wenn man innerhalb der Schulgemeinde zum Beispiel frage, ob jemand einen Tornister für eine ukrainische Familie übrig habe, werde das in der Regel sehr schnell mit Ja beantwortet.

„Jede Woche versorgen wir über 200 Haushalte“, sagte Ingrid Koling zum aktuellen Bedarf in der Tafel. Diese Zahl müsse man etwa mal drei nehmen, um zu wissen, über wie viele Personen man rede. Dabei teilt die Grevener Ausgabestelle das Schicksal vieler anderer Tafeln landauf, landab: Mehr Menschen, die Hilfe suchen, und weniger Lebensmittel, die verteilt werden können. Die Spenden aus der Josefschule kommen also wie gerufen.

Die Lebensmittel werden direkt an die Tafel-Familien weitergegeben. Die Gutscheine werden genutzt, um gezielt zuzukaufen, wenn die Lage besonders prekär ist.

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