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Line Dance in Reckenfeld

Volles Haus bei der Premiere

Reckenfeld

Line Dance - das neue Angebot wurde bestens angenommen. Selbst aus Münster reisten Teilnehmer an.

Rosi Bechtel

Überraschende Resonanz: 50 Teilnehmer beim ersten Mal, damit hatte niemand gerechnet. Unter den Tänzern auch vorne rechts die ältesten Teilnehmer des Abends. Foto: ros

„Ich bin überwältigt“, sagt Gudrun Maslanka am Dienstagabend, als sie auf gut 50 Teilnehmer blickt, die Line Dance lernen möchten. Es ist das erste Treffen, mit diesem Andrang hatte bei der Premiere niemand gerechnet. „Tanzen ist eine gute Sache für den Kopf. Wenn es aufgeht, passt es bis zum Schluss. Das ist wie beim Sudoku“, sagt die Trainerin lachend.

Die Teilnehmer – unter anderem die Reporterin – stellen sich in vier lange Reihen auf, Maslanka geht auf die Bühne damit alle sie sehen können. Die ersten drei Schrittfolgen, die gehen ganz locker, doch dann wird es zumindest für mich zu kompliziert. Fast habe ich einen Knoten in den Beinen. Na, ganz so schlimm ist es nicht, und wie man sieht, schafft es der Großteil der Teilnehmer, die Schrittfolge mehr oder weniger locker zu verinnerlichen.

Drei Männer sieht man unter den vielen Frauen. Darunter Heiner Hinze (82) aus Greven. Er ist mitgekommen, weil seine Partnerin von diesem Tanzstil ganz begeistert ist. „Ich will es einfach einmal probieren“, sagt er. Seit vier Jahren tanzt Anne Lümkemann in einer Square-Dance-Gruppe in Münster. „Line Dance wollte ich unbedingt lernen. Doch in Münster, wo ich wohne, gibt es keine offene Gruppe, so wie es hier jetzt angeboten wird. Zum Glück hat mein Partner davon in der Zeitung gelesen“, erzählt die 77-Jährige, die auch seit zwölf Jahren in einer Seniorentanzgruppe aktiv ist. Die beiden stehen den zum Teil viel jüngeren Teilnehmern in nichts nach.

Auch Renate Schrilz aus Emsdetten ist von dem Angebot begeistert. „Ich habe schon lange etwas gesucht, wo ich auch alleine tänzerisch aktiv sein kann“, berichtet die Emsdettenerin.

Es wird viel gelacht, aber auch eifrig geprobt. Das Ziel ist, dass nach jedem

Übungsabend ein neuer Tanz „sitzt“. Doch erst einmal müssen sich alle in die Musik und die Schrittfolge einfinden. „Wichtig ist, dass es Spaß macht“, so Gudrun Maslanka. Den haben alle an diesem ersten Abend und bei den nächsten Treffen, jeweils dienstags, wird man sehen, bei wie vielen Teilnehmern die Begeisterung anhält. Der offene Kurs wird noch bis zu den Sommerferien angeboten. Wie und ob es danach weitergeht, wird sich zeigen. Die große Teilnehmerzahl jedenfalls lässt darauf hoffen, dass sich eine feste Gruppe bildet.

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