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Martinusmarkt

Volles Haus trotz reichlich Konkurrenz

Greven

Volles Haus in der Innenstadt: Trotz des angekündigten Regens, der dann tatsächlich erst am Abend kam, stürmten die Besucher des Martinus-Marktes die Innenstadt. Ob nun im Niederort, auf der Rathausstraße oder in den Geschäften: überall herrschte Hochbetrieb.

Von Peter Beckmannund

Drei auf einem Bild, die am Sonntag richtig Spaß hatten. Johann-Christoph Ottenjann, weil er bei der Versteigerung der Gans Lisa 612 Euro aus den Portemanais der Besucher herauskitzelte (neuer Rekord), Ingrid Koling, weil die Tafel dieses Geld bekommt und die Gans Lisa, weil sie nicht im Kochtopf landet, sondern auf einem Bauernhof mit weiteren Gänsen und Enten leben darf. Foto: Peter Beckmann

Eigentlich sollte am Ende des Holland-Marktes auf der Rathausstraße nur ein Karussell stehen. Aber: Am gestrigen Martinus-Markt-Sonntag waren es gar zwei. Warum? Dazu später.

Zunächst das Erstaunliche. Denn entgegen der Vorhersagen blieb es bis in den späten Nachmittag trocken. Da hatten wohl alle Grevener brav ihre Bütterkes zum Frühstück aufgegessen. Und dann strömten sie in die Stadt – die meisten mit dem Rad.

Marktstraße, Rathausstraße, Niederort – überall herrschte Hochbetrieb. „Ich bin total begeistert“, strahlte Peter Hamelmann, Chef von Greven Marketing, mit der Sonne um die Wette. Auch Johann-Christoph Ottenjann, Vorsitzender der Grevener Werbegemeinschaft war hoch zufrieden. „Endlich wieder ein gelungenes Stadtfest mit ganz vielen Besuchern“, sagte er, der schließlich beim vergangenen Stadtfest ob des miesen Wetters in die Röhre schauen musste.

Trotzdem: Es war erstaunlich. Denn rings herum – zum Beispiel in Emsdetten, in Rheine – wurden ebenfalls Stadtfeste mit Geschäftsöffnung gefeiert. Vielleicht eben nicht so schön wie in Greven.

Im Niederort hatten die Landwirte einiges aufgebaut. Natürlich auch zahlreiche Leckereien für das berühmte leibliche Wohl. Die Landfrauen boten Struwen an, die Landmänner Spanferkel. In der Mitte des Platzes drei Gänse im Gehege. Und eine von ihnen musste daran glauben. Denn natürlich wurde auch diesmal wieder eine Gans versteigert. Wie das so geht mit der amerikanischen Versteigerung musste Auktionator Ottenjann erst mal dem Bürgermeister erklären. Der ließ sich dann aber auch nicht lumpen. Insgesamt kam mit 612 Euro ein Rekord-Betrag zusammen, diesmal für die Tafel, die das Geld dringend gebrauchen konnte, wie Tafel-Chefin Ingrid Koling vorher verdeutlichte.

Die Rathausstraße bot auch in diesem Jahr wieder Platz für die vielen holländischen Aussteller, die alles anboten, was man so von Holländern erwartet. Und auch hier stand natürlich mit Bratfisch und Pommes das leiblich Wohl im Mittelpunkt.

Und nicht zuletzt herrschte in den Geschäften der Innenstadt Hochbetrieb. So kurz vor Weihnachten kann man ja schon mal etwas kaufen oder zumindest sondieren.

Zurück zum Karussell. Hinter dem Karussell am Ende des Hollandmarktes ging es tatsächlich auch noch mächtig rund. Allerdings kaum freiwillig und aus Jux und Tollerei. Es waren Autofahrer, die, ob der neuen Verkehrsführung in der Stadt, nicht mehr wussten, wie sie zum Ziel finden sollten. Autofahrer, die von West-Greven nach Ost-Greven wollten blieben an der seit Freitag einspurigen Kardinal-von-Galen-Straße hängen. Einige drehten um, ander fuhren verbotenerweise einfach weiter, ganz viele bogen – auch dies verbotenerweise – links in die Friedrich-Ebert-Straße ab und einige wenige fanden sich plötzlich im Niederort umringt von ganz vielen Fußgängern wieder.

Ach ja: Als dann der große Regen kam, war der Martinus-Markt längst ein voller Erfolg.

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