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Ein kleiner Verein und eine musikalische Sommerreise – Förderer gesucht

Von Berlin nach Banja Luka

Greven

Sie wollen die Welt mit Musik beglücken. Zwei Grevener Musikschullehrer planen ein lange Reise. Ihnen fehlt aber noch etwas zu ihrem Glück.

Von Günter Benning

Franziska Scheffler und ihr Mann Dragan Ribic mit den drei und sieben Monaten alten Kindern gehen auf eine musikalische Reise. Foto: Franziska Scheffler

Franziska Scheffler (32) ist Berlinerin, ihr Mann Dragan Ribic (33) stammt aus dem bosnischen Banja Luka. Dazwischen liegen 1230 Kilometer. Ein weiter Weg, den die beiden Lehrer der Musikschule Greven/Saerbeck/Emsdetten, musikalisch überwinden wollen.

„Wir wollen Harmonie verströmen“, drückt es die Gesangslehrerin Scheffler aus, „und den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“

Die beiden haben einen gemeinnützigen Verein gegründet: „Klangbrücken Akademie – Verein zur Völkerverständigung.“

Er ist, lustigerweise, in Österreich angemeldet, denn dort reichen zwei Personen, um Vereine zu gründen. In Deutschland sind es dagegen sieben.

Man kann also ruhig von einem Familienprojekt sprechen, das die beiden Musiker mit ihren drei Jahre und sieben Monate alten Kindern vorhaben. Unterwegs wollen sie in sozialen Einrichtungen spielen. „Wir möchten“, sagt Scheffler, „dass die klassische Musik in den Alltag wieder mehr Einzug hält – und zwar live. Denn das ist die Form von Musik, die wahrhaftig berührt.“

Kennengelernt haben sich die Sängerin und der Akkordeonist übrigens beim Studium an der Musikhochschule Detmold. Heute sind sie in der münsterischen Westfälischen Schule für Musik, der Musikschule Hamm und der Musikschule Greven, Saerbeck, Emsdetten aktiv.

In Emsdetten hatten sie bereits ihr erstes Konzert im St. Josef-Stift. Scheffler: „Alle waren sehr begeistert.“ Ihr Repertoire enthält Musik aus Oper, Operette, und der Musik alter Zeiten. Nach zwei Jahren der Konzert-Dürre wollen sie, dass gerade Menschen in sozialen Einrichtungen wieder in den Genuss von Konzerten kommen.

Zu Beginn der Sommerferien soll die Reise quer durch Europa starten. Anvisiert sind Seniorenresidenzen, Palliativeinrichtungen und Behindertenheime. Der ersten Klangbrücken-Reise, ist sich das musikalische Paar sicher, werden weitere folgen.

Da auch die Kinder mitfahren, benötigt man für die Tournee einen Wohnwagen. Auf den spart der Verein noch. Per Crowdfunding hofft Franziska Scheffler die Mittel dafür zu sammeln: „Wer uns fördert, wird mit seinem Namen auf dem Wagen erwähnt werden.“

Mehr Informationen zu dem Projekt unter www.startnext.com/klangbrueckenreise

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