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Veranstaltungen, Feste, Konzerte

Vorerst läuft nichts

Greven

Corona beherrscht das tägliche Leben. Aber so ganz langsam sollen die Beschränkungen ja gelockert werden. Viele freuen sich auf Feiern, auf einen Konzertbesuch, auf eine Kabarett-Vorstellung. Nur: Größere Veranstaltungen finden auch in den kommenden Tagen und Wochen nicht statt.

Peter Beckmann

Eine volle Innenstadt bei einem Stadtfest: Dieses Bild wird zumindest in den kommenden Wochen nicht zu sehen sein. Foto: Peter Beckmann

Corona beherrscht das tägliche Leben. Aber so ganz langsam sollen die Beschränkungen ja gelockert werden. Viele freuen sich darauf, sich mal wieder mit Freunden zu treffen und zu feiern. Ein Konzertbesuch, eine Kabarett-Vorstellung – die Wünsche sind ganz unterschiedlich und voraussichtlich auch in den kommenden Wochen und Monaten unerfüllbar. Denn: Größere Veranstaltungen finden schlicht nicht statt.

So verbreitet Peter Hamelmann, Chef bei Greven Marketing, wenig Hoffnung. „Das Maifest zum Beispiel ist hochgradig gefährdet“, sagt er auf Anfrage dieser Zeitung. Grundsätzlich glaube er nicht, dass bis mindestens Ende Mai größere Veranstaltungen stattfinden würden.

Flughafenführungen? Fallen aus einschließlich Juni. Flohmarkt im Mai? Fällt aus. Greven an die Ems? „Ich hoffe, dass der Beach öffnen kann. Wann, und mit welcher Veranstaltung ist aber völlig unklar“, erklärt Hamelmann. Für ihn und seine Mitarbeiter ein Desaster. „Veranstaltungen sind schließlich Kern unserer Aufgaben.“ Auch die Werbung für die Region und für Veranstaltungen und der Ticketverkauf seien extrem betroffen.

Klar ist: Greven Grass am Beach ist abgesagt. Das bestätigt Roland Post vom Veranstalter-Team. „Vielleicht können wir das in irgendeiner abgespeckten Form irgendwann später nachholen.“

Hinter dem geplanten Spielfest Mitte Juni sieht Hamelmann ebenfalls ein dickes Fragezeichen. „Das ist eine Aktion hauptsächlich für Familien und Kinder, da sind Abstandsregelungen fast undurchführbar“, schätzt Hamelmann. Für das geplante Open-Air-Kino-Event am 8. Juli hegt er noch ein wenig Hoffnung. „Wenn es da Auflagen gibt, müssen die aber auch realistisch umsetzbar sein.“

Bleibt das Festival-Wochenende vom 21. bis zum 23. August mit Chorfestival, Beatclub-Festival und Klassik-Open-Air. Auch dafür sieht es nicht gut aus. „Das große Besteck für das Festival wird es wohl nicht geben“, erklärt Ralf Wietkamp, stellvertretender Vorsitzender des Beatclubs Greven, und meint damit die geplanten Auftritte der russischen Chicago-Cover-Band Leonid & Friends, und des halben Electric Light Orchestras. „Wenn man irgendwann was machen darf, dann wird das wohl eher ein Event mit vielen Künstlern aus dieser Region, die ja alle stark unter den Beschränkungen leiden. Ich könnte mir ein Event unter dem Motto ,Wir leben wieder`vorstellen.“ Da sei aber noch nichts konkret.

Auch das Klassik-Open-Air steht auf der Kippe. „Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es stattfinden kann“, so die Einschätzung von Egon Koling, Vorsitzender der Kulturinitiative. Damit einhergehend hätte sich das Chorfestival wegen einer fehlenden Bühne ebenfalls erledigt.

Die Kulturinitiative selber habe die geplanten Veranstaltungen für das erste Halbjahr bereits gecancelt. „Das Programm für das zweite Halbjahr steht und wird vorgestellt“, sagt Koling. Es müsse sich dann nach und nach zeigen, wie diese Veranstaltungen, vielleicht in eingeschränkter Form, stattfinden können. „Das steht alles unter Vorbehalt.“

Bleiben die Ereignisse, die für viele Menschen die Höhepunkte des Jahres darstellen. Ob die diversen Schützenfeste in diesem Jahr stattfinden können ist mehr als fraglich. Fraglich ist auch, ob die Kirmes am letzten Wochenende im August stattfinden kann. „Das lässt sich jetzt noch nicht sagen“, so Andrea Rauße-Rüther, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Die Verträge mit den Schaustellern seien wie in jedem Jahr schon vor Weihnachten abgeschlossen worden. „Im Normalfall wären jetzt die ersten Anzahlungen für die Standgebühren fällig“, so Rauße-Rüther. Darauf werde aber in diesem speziellen Fall verzichtet. „Wenn die Kirmes stattfindet, muss die Gebühr eine Woche vorher bezahlt werden.“

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